am 18. Dezember 2023 Lieber Herr Nielsen, Mein Enkel Nathaniel überlieferte mir Ihre freundliche Anfrage, ob wir auch dieses Weihnachten eine Begrüßung mit Ihren aus Heidelberg zugereisten Eltern einrichten sollten. Wie Sie wissen, bin ich sehr alt geworden. Die 93 1/2 Jahre lassen sich nicht leugnen. Meine Hüften und Knie sind so verkrüppelt, dass mir auch nur das Aufstehen aus dem Sessel sehr beschwerlich ist. Seit mehr als einem Jahr ist mir das Treppensteigen ein unüberwindbares Hindernis. Ihre Eltern nebenan zu besuchen, so gern ich es täte, ist mir unmöglich. Selbstverständlich wäre mir auch ein Besuch von Ihren Eltern in meinem unaufgeräumten, ungesäuberten, ungeheizten Krankenzimmer eine Freude, zugleich aber den Besuchern eine ungebührliche Zumutung. Nicht nur meine Knochen, auch meine Ohren sind verkrüppelt. Ich bin so taub, dass ich nur langsam, deutlich, und laut mir direkt ins Gesicht gesprochene Worte zu verstehen vermag. Telephongespräche (617-548-5768) sind mir etwas besser verständlich. Sollten Ihre Eltern sich dennoch zu mir hinaufwagen, schreiben Sie mir bitte die bevorzugte Zeit, damit ich Nathaniel bestellen kann Ihren Eltern die Küchentür aufzuschließen und ihnen den Weg in mein Zimmer zu zeigen. Herzliche Weihnachtsgrüße an Sie alle! Ihr Jochen Meyer