am 12. November 2023 Träumerei Den gestern nächt'gen Traum ich kann Ihn wirklich diesmal nicht vergessen. Vielleicht war's zu spät Abendessen Ich wälzt mich 'rum im Bett und dann Begann ich eifrig aufzusuchen Sei's Sohn, sei es die Enkelschar Ich musste eine Reise buchen Mein Auto unverfügbar war Weshalb man's hatte abgestellt in Gloucester fern am stürmschen Meer wenn nicht am nahen End der Welt Wusst' ich im Traum, auch jetzt nicht mehr. Dringend notwendig es zu holen Ich bat und bettelte die Lieben Mich hinzufahr'n es abzuholen Die sagten später um halb Sieben Uns gehts um Wichtig'res im Leben als uns mit Träumen abzugeben Halb sieben wusst ich war zu spät So ist's wie es im Alter geht Ich nun allein und ohne Lieb Dasein ist einsamer Betrieb Was alles hat ich fortgegeben Um nur ganz wenig Treu im Leben Vier Häuser stehen euch zur Wahl Viel Geld das nicht zu zählen war Automobile ohne Zahl Und trotzdem aller Liebe bar Ich ungeliebt und nun allein Muss mich zuletzt nun schließlich fragen Wie wieder hol' ich meinen Wagen Dies kann doch nicht das Ende sein Ich überleg und mein Beschluss Dass ich vorzüglich nehmen muss Den Andren der im Eingang steht Ihn fahren hin so weit es geht Bis ich den eignen hat' gefunden Gedacht, getan und unumwunden Am Gehbock mich hinfort geschaukelt Die Treppe bin hinabgetaukelt Durch dunkelgrüne Küchentür Zwei kleine Stufen nur hinab Vorsicht! und trotzdem fall ich hier Doch leider noch nicht in mein Grab Den Schädel hab ich nicht versehrt Aber am Arm der mich gestützt Das Handgelenk hab mir zerstört um aufzustehen es nichts mehr nützt Muss liegen im Novemberwind Bis lieblos Liebender mich find Doch Angst zu spüren sich nicht lohnt Weil man an alles wird gewohnt Philosophiae consolatio Das ist die rechte Ratio So sprach Boethius verzückt Philosophieren ist geglückt Und Alighieri würd' erkennen Ob's besser ist zu Tod zu frieren Oder im Höllenfeuer zu brennen Wenn nicht ins Bett auf allen Vieren Vielleicht ins Krankenhaus zur Buße Mit Geld für Dr Tetzel der zum Gruße Anders auch Diagnos benannt Den tiefen Klingelbeutel spannt Doch lieber ging ich ins Museum Mich an der großen Kunst zu laben Am liebsten wär's ins Mausoleum Da würd ich endlich Ruhe haben Nun mein' ich zweifellos zu wissen Ich hat geträumt und liege nicht Im Gras verkrüppelt mit der Gicht Sondern ich liege noch auf Kissen Und nicht einmal im Altersheim Aus Kindeszeiten tönt der Reim: Im Bett, im Bett, im Bett, Da ist es so herrlich und nett Da bist du geschützt vor des Nordwindes Hauch Da fährt dir kein Automobil übern Bauch Im Bett, im Bett, im Bett, Da ist es so herrlich und nett So wacht' ich auf und dankbar bin Ein weitrer Tag ist nun dahin.