am 28. Oktober 2023 Vielleicht sollte sich eine negative Epistemologie entwickeln, vergleichbar mit der negativen Theologie, eine Untersuchung welche die monumentalen Irrtümer des Wissens anspricht, wie etwa die Idealisierung, die Verschweigung, die Entstellung durch mathematische und sprachliche Symbolik, die Ruhmesfiltrierung, das Geltungsbedürfnis, die gesellschaftlichen Macht- und Schamverbote. Unter dem Feigenblatt zum Beispiel, erschiene möglicher Weise die Schuld weswegen man Sokrates den Schierlingsbecher verabreichte, was heutezutage als geschlechtlicher Missbrauch abgekanzelt würde? Was damals aber nicht genannt werden konnte? Und wie steht es um die Geschlechtslosigkeit des hebräischen Gottes, und der christlichen Dreieinigkeit? Der Mensch war zwar im Ebenbild Gottes aber mit zusätzlicher Fortpflanzungsfähigkeit geschaffen. Diese hat er sozusagen seinem Gott voraus. Wahrhaftig ist der Mensch das Maß aller Dinge.