am 24. Oktober 2023 Wie nachhaltig ist nicht Kierkegaards Behauptung "Subjektiviteten er sandheden, "allenfalls in meinem Denken. Denn so weit ist es mit mir gekommen, dass ich jede Vorstellung, jede Schlussfolgerung, jeden Gedanken der sich mir bietet als ein Geblüt meines eigenen Geistes erlebe, als streng subjektiv, behaftet mit Objektivität nur in sofern er gesellschaftlich, dass heißt schließlich scholastisch mitgeteilt wird. Das unmittelbare Subjektive wird von dem mitteilbaren mitgeteiltem Objektiven durch eine tiefe Kluft getrennt welche durch das Verstehen oder sei es Missverstehen, durch den Verstand oder durch den Unverstand überbrückt wird. Das Gestalten, die Gliederung und die Dynamik des Objektiven sind von wesentlichster Bedeutung für die Existenz, das Überleben und das Gedeihen nicht nur der Gesellschaft sondern auch des Einzelnen, und dies im Angesicht der Tatsache, dass beide, der Einzelne wie auch die Gesellschaft vergehen müssen, wenn auch in unterschiedlichen Zeitmaßen. Nicht nur der überwältigende Fortschritt, sondern auch die verheerende Zerstörung der alles Menschliche unterliegt, geschehen im Objektiven, indessen Glück und Leiden des Einzelnen in ihrer Weise einer schützenden Verwandlung unterzogen sind welche beide begrenzt. Trotz oder vielleicht sogar wegen ihrer Beschränktheit und Vergänglichkeit sind beide, Denken und Fühlen meinem geistigen Leben so unabdingbar, wie das Atmen und der Pulsschlag dem Leben meines Körpers unabdingbar sind. Es ist die wesentliche Eigenschaft des Selbstseins, dass es dem Einzelnen unmöglich ist sich sein eigenes Nichtmehrsein zu vergenwärtigen, selbst als Zeuge des Untergangs von Menschen in seiner unmittelbaren Gegenwart. Daher der unvergänglichee Glaube an das ewige Leben. Diese Überlegungen leiten mich zu Betrachtungen betreffs der Eigenarten des subjektiven geistigen Erlebens und der objektiven Erfahrung. Das subjektive Erleben ist stets besonders, bezogen auf den Einzelnen und seinen jeweiligen Augenblick. Die objektive Erfahrung, wie fehlerhaft auch immer, ist ein gesellschaftliches Gefüge das der Gesellschaft, und mit ihr, den Einzelnen aus denen sie besteht, ihre Existenz, ihr Überleben und ihr Gedeihen ermöglicht.