am 22. Oktober 2023 Wahrscheinlich war es Raphael Demos der in einer einleitenden Vorlesung eine Theorie der zeitgenössischen Statistik erwähnte, dergemäß eine sehr, wenn nicht gar unendlich, zahlreiche Schaar von Affen in einer sehr, wenn nicht gar unendlich, zahlreichen Zahl von Jahren, lediglich durch zufälligem regellosem willkürlichen Abtasten einer Schreibmaschine (Fingerbrett, Klaviatur) die Texte von Shakespeares sämtlichen Schauspielen verfassen (zusammenstellen, aufsetzten, absetzen) könnte, und heute Nachmittag setze ich hinzu - warum nicht die gesamte Literatur vom Griechen Hesiod bis zu - ja bis zu meinen eigenen neun Romanen und dreihundert Sonetten; und warum nicht, mittels neuzeitiger Partitur schreibender Rechnerprogramme, den umfassenden Korpus unserer Musik? Mir fällt auf, dass auch in Leibnizens Denken die (transzendentale) Grenze zwischen dem zählbaren (Unendlichen und Infinitesimalen) wesentliche Bedeutung hat. Man erwäge die Prästabilierte Harmonie welche eine unendliche Anzahl von Lichtjahren oder Nanosekunden - was kommt's aufs Maß an - und die integral-infinitesimal Rechnung welche aus einer unendlichen Anzahl jegliches unendlich Kleinem eine Unzahl dinghafter greifbarer fühlbarer handfester Gegenstände hervorzaubert; und ebenso jede konkreten fassbaren Gegenstand in eine Unzahl von unendlich kleinen und unendlich oft teilbaren Teilchen aufteilt. Das ist ein Vorgang der auf ein endlich unteilbares Atom stößt, in einer Kollision, in einem Zusammenstoß der das Paradox der ursprüngliche Teilbarkeit oder Unteilbarkeit des Ganzen widerspiegelt. Indem ich die Problematik des Wissens, des Verstehens, der Vergesellschatung auf das Wesen des Menschen zurückführe und mit dem naturgegebenen Wesen des Menschen erkläre, erinnere ich mich immer und immer wieder, dass meiner Erklärungen nicht Lösungen, sondern Verschiebungen, Verlagerungen der Probleme sind. In wie weit dergleichen Verlagerungen die Problematik zu weiterer Entwicklung offenbaren, oder vor solcher verstecken; ob meine Erklärungen weitere Entwicklung fördert oder verhindert, wage ich nicht vorzuschlagen. Wie mein Wille unfähig ist, meine Handlungen zu bestimmen oder zu verhindern, so ist auch mein Verständnis unfähig und ungenügend um die Qualität eines vorstellbaren Einflusses den es tatsächlich entbehrt, zu bestimmen. Es sei denn vielleicht, Einfluss auf mein eigenes Denken, auf mein eigenes geistiges und vielleicht sogar auch körperliches Wohlsein. Wenn ich mein Denken betrachte, komme ich zu dem Beschluss, dass meine vermeintliche (subjektive) Zufriedenheit, dass die immer wiederkehrende Selbstbestätigung meines Denkens eine natürliche Übereinstimmung der Gedanken besagt, und dass diese Übereinstimmung auf eine Ruhe, auf ein Wohlgefühl meines Geistes zurückzuführen ist durchaus vergleichbar mit dem Schutz welche die wollne Decke über meinen Knieen diese vor den Unannehmlichkeiten der Kälte bietet. In welche Bahnen meine Gedanken theoretisch den Weltentwicklungsmythos steuern möchten, wie sie sich mit kategorischen Imperativen, mit prästabilierten Harmonien, mit platonischen Idealen vereinbaren ließen, sind Themen außerhalb meines Vermögens, wenn nur weil sie mir lediglich als Bestandteil meines eigenen sich stets selbst ausgleichenden Gedankengefüges sind.