am 7. August 2023 Die Zurückführung des Wissens auf Assimilation und Rekursion mutet mich als sehr überzeugend an. Doch sollte ich mich immer und immer wieder erinnern, dass der Sinn meines Denkens von der Sprache abhängig ist, eine Sprache in welcher die Ausdrücke Assimilation und Rekursion eine besondere Bedeutung haben, dass denkbarer Weise diese Bedeutung nur auf mein eigenes Erleben, auf meinen eigenen Sprachgebrauch beschränkt sein möchte. Unter diesen Umständen würden meine Hörer oder meine Leser mich falsch verstehen, wenn sie sich überhaupt die Mühe machten mich ernst zu nehmen. Die Mitteilung von Gedanken hängt ab vom Austausch der Sprache zwischen den Teilnehmnern. Die Verständlichkeit der notwendige Sprache ist keineswegs vorauszusetzen. Zum Entstehen und zur Entwicklung dieser Verständlichkeit bedarf es das Zusammensein und Zusammenwirken der Beteiligten. Die Gültigkeit des Mitgeteilten ist in doppelter Weise sprachbedingt. Der Mitteilende muss über eine Sprache verfügen um sein Erleben auszudrücken. Das Gemüt dessen dem diese Sprache mitgeteilt wird muss über die Fähigkeit verfügen sich ihr gemäß zu bilden. Das Gemüt des Hörenden wird sich in nur beschränkem Maß an das Gemüt des Sprechenden assimilieren. Jedem Wort werden unvermeidlich zwei Bedeutungen zuzuschreiben sein, und doch bleibt inmitten der Beiden ein Einzelnes geheimnisvolles Symbol bestehen. Es ist ein missverständnis anzunehmen dass eine Sprache jemals unabänderlich bestünde. Sie wird von Ort zu Ort, von Jahr zu Jahr, manchmal sogar von Gespräch zu Gespräch neu geschaffen.