am 16. Juli 2023 Liebe Gertraud, Als ich vor etwa 85 Minuten meinen Brief mit der Aufschrift am 16. Juli 2023 -1 an Dich absandte war ich mir bewusst Deine Fragen nach meinen Familienmitgliedern und deren Beziehungen zu mir nicht einmal erwähnt zu haben. Und dies, nicht weil ich der schicksalhaften Familienproblematik gegenüber gleichgültig bin, sondern zu scheu, zu schüchtern oder vielleicht zu feige auch nur den Versuch zu machen die Riegel dieser Geheimnisse zu heben. Und will es dennoch tun. Klemens und ich haben uns jahrelang um die Geschichten unserer Familie bemüht. Aber die Sprache dient im Allgemeinen als in Schleier hinter dem sich die Wirklichkeit, das Erleben, versteckt. Günstigenfalls wären sprachliche Feststellungen Zeiger welche hindeuten auf anderweitig Unverständliches und Unerreichbares. Also zur Sache: Mein Gehbock, wie ich erwähnte, bleibt mir treu. Seit ich ihr den Erdnussbutterköder vorenthalte, hat meine Maus mich verlassen. Der Erddnussbutter halber war es ihr der Mühe wert gewesen, sich in der kleinen metallnen Falle fangen zu lassen, auf Befreiung unter dem Fenster auf die Erde zu springen, und von dort unten den mühsamen Weg über den Kies im Graben, durch einen Spalt in der Grundmauer, durch das Labyrinth der Wände, zurück in meinen Wandschrank im zweiten Stock wo sie sich mit Weißbrot, mit Gebäck und mit Erdnussbutter ernährte. Nun, da alle Nahrung verschwunden ist, fragt sie sich "Was soll ich hier?" und bleibt weg. Gleichfalls Nathaniels Hund. Im Winter war seine Anwesenheit problematisch, denn er war ungeduldig. War er bei mir im Zimmer, wollte er auf den Flur, war er auf dem Flur, so wollte er ins Zimmer. Die Tür aber wollte ich geschlossen halten, um die Wärme von dem kleinen elektrischen Heizer im Zimmer zu bewahren, und musste deswegen von meinem Schreibtisch zur Tür an der entlegenen Seite hinundher humpeln. Deshalb war ich nicht enttäuscht als der Hund entschied seine Tage und Nächte anderswo zu verbringen. Du fragst nach Nathaniel. Seit November 2021 wohnt er hier mit seine Freundin Sabine. Am 3. Juni dieses Jahres feierten die beiden eine aufwendige Hochzeit mit vielen Gästen einbeschlossen einem Freund Nathaniels aus Augsburg, und einer Schwester Sabines aus Paris. Meine Hüften ersparten mir Beteiligung an der Feier. Das erste Gedicht das ich als Kind auswendig lernte war "Der Ring des Polykrates. Da schrieb Schiller "Mir grauet vor der Götter Neide, Des Lebens ungemischte Freude Ward keinem Irdischen zuteil." Ich bin abergläubisch und Schillers Gedicht hat mich gegen Festlichkeiten geimpft; sie ängstigen mich. Sabine ist sehr höflich, wie eine gebildete Mieterin. Aber sprechen mit mir tut sie nie. Als Sabines Schwester gelegentlich der Hochzeit hier in einem der leeren Zimmer eine Woche lang wohnte, vermochte ich die beiden nicht zu unterscheiden, und wenn ich Sabine auf der Straße träfe, was ja wegen meiner Verkrüpplung eine unmögliche Vorstellung ist würde ich sie nicht erkennen. Sabine ist seit Jahren mit ihrem Vater zerstritten, und nun bezahlt Klemens mit Geldern dir er durch mein aus steuertechnischen Gründen Verzichten von Margaret erbte, Sabines Jura Studium; indessen ich, nachdem ich die Bezahlungen für Benjamins Medizinstudium abgeschlossen hatte, in den kommenden drei Jahren, insofern ich sie erlebe, für Leahs Medizinstudium aufkommen werde. Laura, Klemens Frau, arbeitete als Ärztin. Als ihre Kinder klein waren, überließ sie diese einen Tag in der Woche ihren, Lauras eigenen Eltern, an einem anderen Tag in der Woche kamen die Enkelkinder zu uns. Nathaniel hatte ein auffällig unruhiges Wesen, oft raste er durch die Zimmer, dann um sich suchen zu lassen, versteckte er sich hinter dem Sofa. Ich besinne mich auf eine Gelegenheit wo wir Nathaniel nicht finden konnten und Margaret verängstigt im Begriff war die Polizei um Hilfe zu bitten Nathaniel zu suchen. Im letzten Augenblick aber erschien er denn doch. Bald entwickelten sich seine musikalischen Talente. Er spielte Trompete und spielte sie besser als fast alle seine Kollegen. Seine Mutter begleitete ihn auf Reisen zu Wettbewerben im amerikanischen Westen. Seine Bemühungen wurden verschiedentlich preisgekrönt. Er entschied sich Dirigent zu werden, und überredete seine Bekannten in einem von ihm gegründten Orchester zu spielen, mit Konzerten zwei Mal jährlich im Belmont Senior Center. Ich zitiere aus einem Brief vom 31.7.2010 Nathaniel is assembling an orchestra of student musicians whom he plans to conduct on August 14, in a concert consisting of Mozart's 29th, and Beethoven's 7th symphony. I believe there will be two performances. These will take place at Belmont's newly built Senior Center, which, to avoid the stigma of seniority, is euphemistically called Beech Street Center. Some of the players Nathaniel has recruited come from out of town, as far away as Philadelphia, and four of them will occupy some of the empty rooms in our large house, for four days, no less, from August 10 until August 14. La transidentité est le fait, pour une personne transgenre, d'avoir une identité de genre différente du genre assigné à la naissance Transsexualität (von lateinisch trans „hinüber, jenseits“ und sexus „Geschlecht“) ist die unvollständige Identifikation eines Menschen mit der nach der Geburt vorgenommenen Zuweisung zu einem sozialen und rechtlichen Geschlecht einhergehend mit einem unterschiedlich stark ausgeprägten Leiden an seinen Geschlechtsmerkmalen. Transidentität, der jedoch weiter gefasst ist als Transsexualität Deutsch und Französisch Québec et Montréal, du Frankophilin, sind groß' neuweltliche französ'sche Orte, und ich vertarnter Deutscher der ich bin bewerb mich hier français kaum ohne Worte. Hast Du mich lieb? Verlegen frag ich sie. Hast du mich wirklich lieb, meint ich zu fragen Wie ich, ma chère, beaucoup, tu ma chérie, Dich lieb, lässt sich nur auf Französisch sagen. Bisher's auf Deutsch zu sagen wagt ich nie. Wenn ich's Dir jetzt französisch unterbreite, je t'aime, je t'aime, toujours et aujourd'hui, Ich frage Dich auf Deutsch, glaubst du es heute? Der Dichter will die Worte wirklich machen. Doch Wirklichkeiten sind geheimste Sachen. * * * * * *