Die Methode meines Denkens ist die sorgfältige Beobachtung der Inhalte meines Bewusstseins von Augenblick zu Augenblick. Die Methode meines Schreibens ist dann das sorgfältige Eintragen von Worten als Zeiger auf diese Bewusstseinsinhalte, auf dieses Erleben. Die Übungen befestigen mein Gemüt und ermöglichen mir das Weiterleben. Ich erwäge die Folgen der theologischen augustinischen Lehren von der Gnade Gottes als Quelle der menschlichen Gerechtigkeit auf mein -unser - Verständnis des menschlichen Geistes und dessen Willensfreiheit. Die vermeintliche Freiheit des Willens besagt dessen Gebundenheit an die Objektivität und Gesellschaftlichkeit der Sprache. Der "freie" Wille ist der Wille des Herdentiers und gewährt dem Menschen "die Freiheit" der Sprache, dem Gesetz, der Gesellschaft zu gehorchen. Die Gebundenheit des Willens besagt die Herrschaft "Gottes" im Inwendigen des Menschen und bestätigt die Autonomie der Seele. Der unfreie Wille erkennt die Bestimmung der Handlung als Wirkung des Göttlichen in der Seele des Einzelnen. "Herr, dein Mitleid, dein Erbarmen, tröstet uns und macht uns frei."