Wenn, wie ich behaupte, sich das Wissen aus Assimilation ergibt, dann ist es fast selbstverständlich, dass der alte Mann wissender ist als der junge. Wie aber bestimmt man den Augenblick an dem Altersweisheit Alterswahnsinn wird? Oder ist es ein Augenblick? Ist es nicht vielleicht ein Schwanken hinundher, das schließlich in seniler Geistesschwäche, wenn nicht im Tode selbst, seinen Ruhepunkt findet? Plato schrieb mit gültiger Einsicht, dass junge Männer zur Philosophie untauglich sind. Zuletzt lerne ich das unmittelbare Erleben und die Schule als die Quellen des Wissens zu unterscheiden, die Schule als zweitrangiges, untergeordnetes, und doch unentbehrliches Erleben. Ich beobachte die Dynamik der Beziehung, das Hinundher des Einzelnen zu seiner Gesellschaft, insofern als er sich ihr zuzufügen bedarf, und dann doch unbefriedigt und bedrückt von seiner Hörigkeit, versucht sie aufzulösen oder ihr anderweitig zu entfliehen. Es gilt auch das Wissen das in den Schulen gelehrt wird, und besonders dieses, sich anzueignen. Dies Wissen ist ein wesentlicher Teil des Erlebens überhaupt. Die Möglichkeit einer objektiven Darstellung der Welt scheint mir selbstverständlich, unter der Voraussetzung dass eine solche objektive Darstellung ihrem Wesen nach provisorisch, vorläufig und unvollständig bleiben muss, zumal sie den Schranken der Subjektivität derjenigen welche die objektive Darstellung begreifen und würdigen unterlegen ist.