am 7. Mai 2023 Die Tage ziehen, wohl erbarmungsvoll, mit unmessbarer Eile vorüber. Ich lese Absätze, Sätze, Worte die ich in den vergangenen Tagen, Wochen, Monaten geschrieben habe, versuche mir zur vergegenwärtigen was sie denn eigentlich bedeuten möchten, schließe die Augen um Ablenkungen auszublenden, und schlafe ein. Schäme mich dann, nicht den Willen wach zu bleiben aufgebracht zu haben, und bezichtige mich der Tatsache, dass meine Gedanken mir langweilig erscheinen, dass ich mir langweilig bin, dass mir zuletzt nichts übrig bleibt als die Langeweile. Und nicht nur was ich selber geschrieben habe langweilt mich. Hab kürzlich dem Lesen von Diltheys Einleitung in die Geisteswissenschaften keine Begeisterung zu entnehmen vermocht, auch nicht einem Versuch über die Philosophie des Programmierens von Bernard Rieder "Engines of Order, A Mechanology of Algorithmic Techniques". Muss mich nun fragen, wie ich etwas schreibe das mich begeistern, das mir lesenswert erscheinen möchte. Die Antwort die ich zu finden meine, ist dass es mir obliegt, Gedanken, Gefühle, Einsichten in meine Schriften niederzustreuen wie Saat, welche nicht nur im eigenen Gemüt sondern auch im Gemüt des Lesers keimt und wächst, bis er sie endlich als die Frucht seines eigenen Geblüts willkommen heißt.