Die Behauptung die Welt sei meine Vorstellung entspricht meinem Verständnis. Es ist ein Gedankenschema das mir alles in der Welt gedanklich subjektiv zugänglich macht, in dem es mich aber zugleich praktisch objektiv absondert und lähmt. Somit schafft es einen Bereich der mir tatsächlich unzugänglich ist den ich aber dennoch als objektiv wirklich bezeichne. Manchmal wird er transzendental benannt, und die sogenannte Transzendentalphilosophie ist der widersprüchliche Glaube an die Gültigkeit dieses mir unzugänglichen Bereiches. Ich meine zu verstehen dass der Glaube eine gesellschaftliche Erscheinung ist welche den Zwiespalt der Trennung des Einzelnen von seinen Mitmenschen überbrückt. Das Paradox, vielleicht sollte ich schreiben "die Lüge" des Protestantismus ist die Behauptung der Einzelne habe die Fähigkeit und die Pflicht unabhängig und getrennt von seinen Mitmenschen einen Glauben zu pflegen der seinem Wesen nach gesellschaftlich ist. Die Gültigkeit des Wissens entspringt und entspricht seiner Gesellschaftlichkeit. Minyan ist Konstatierung einer religiös gültigen Gemeinde. Im Christentum, Wo zwei oder drei versammelt sind, löst Minyan sich auf, bis zuletzt in der völligen Vereinsamung im Gebet - willst du aber beten, so gehe in dein Kämmerlein - und am Kreuz.