Wenn ich heute Nacht meine Notizen und die Gedanken auf welche sie weisen erwäge, dass all mein Denken und Schreiben auf meine Unfähigkeiten, auf mein Nichtwissen hinweist, und dass ich über nichts verfüge mit dem ich mich zieren könnte als das Sokratische: Ich weiß nichts als dass ich nichts weiß. Aber nichts ist nichts und wird zu nichts und ich hege starke Zweifel dass über nichts zu schreiben das Nichts in ein Etwas verwandelt wie viele Worte auch immer man darauf verwendet. Was übrig bleibt ist die reine geistige Tätigkeit, das reine Denken und das reine Fühlen, das aus nichts quillt und in nichts mündet. Dann wäre das Bewusstsein der Vergänglichkeit, des Vergehens, des Sterbens, des Todes, des Nichtseins, des Niegewesenseins die große unentrinnbare Dialektik der flüchtigsten aller Existenzen.