Die Mathematik dünkt mich eine von einzelnen Mathematikern bewusst entwickelte Kunstsprache mit eigenem Vokabular und eigenem syntaktischen Regeln; eine Kunstsprache die ihre eigenen Anschauungen sät und pflegt und schürt. Welche Vorteile anders als die neuen Anschauungen und anders als die gesellschaftlichen Überlegenheiten des Besserwissens diese Kunstsprache aufzuweisen hätte scheint mir unbestimmt. Zugegeben, jede Kunst ist wertvoll insofern sie den Geist steigert. Wohlbemerkt aber auch dass die eindrucksvolle Kunst des Jongleurs (jugglers), des Tausendkünstlers ökonomische und ergonomischen Kosten mit sich zieht, von einem Ausmaß dass zuweilen die Entwicklung und Ausübung der gegebenen Kunst unwirtschaftlich macht. So frage ich mich zum Beispiel, wann und wie weit ist es der Mühe wert sich mit Stringtheorie oder mit den Geheimnissen der Schrödingergleichung vertraut zu machen?