Das Verstehen einer Sprache ist das Vermögen sie zu sprechen. Das Verstehen von Gedanken zu heißt Wiederholen, abzuändern, zu erweitern, vielleicht auch manchmal sie als ungültig zur Ruhe zu legen. Verstehen kann nicht gewolllt, vermag nicht erzwungen zu werden. Es muss sich von selbst aus dem Fluss geistigen Erlebens ergeben. Es lautet übertrieben, und ist doch gewisser Maßen gültig, zu behaupten, dass man nur eine Sprache zu sprechen vermag, in eben dem Sinne, dass man sich in nur ein einziges Gefäß auszugießen vermag. Oder auch nicht?