[22δ] συνῄδη οὐδὲν ἐπισταμένῳ ὡς ἔπος εἰπεῖν, τούτους δέ γ᾽ ᾔδη ὅτι εὑρήσοιμι πολλὰ καὶ καλὰ ἐπισταμένους. καὶ τούτου μὲν οὐκ ἐψεύσθην, ἀλλ᾽ ἠπίσταντο ἃ ἐγὼ οὐκ ἠπιστάμην καί μου ταύτῃ σοφώτεροι ἦσαν. ἀλλ᾽, ὦ ἄνδρες Ἀθηναῖοι, ταὐτόν μοι ἔδοξαν ἔχειν ἁμάρτημα ὅπερ καὶ οἱ ποιηταὶ καὶ οἱ ἀγαθοὶ δημιουργοί— διὰ τὸ τὴν τέχνην καλῶς ἐξεργάζεσθαι ἕκαστος ἠξίου καὶ τἆλλα τὰ μέγιστα σοφώτατος εἶναι— καὶ αὐτῶν αὕτη ἡ πλημμέλεια ἐκείνην τὴν σοφίαν [22ε] ἀποκρύπτειν: ὥστε με ἐμαυτὸν ἀνερωτᾶν ὑπὲρ τοῦ χρησμοῦ πότερα δεξαίμην ἂν οὕτως ὥσπερ ἔχω ἔχειν, μήτε τι σοφὸς ὢν τὴν ἐκείνων σοφίαν μήτε ἀμαθὴς τὴν ἀμαθίαν, ἢ ἀμφότερα ἃ ἐκεῖνοι ἔχουσιν ἔχειν. ἀπεκρινάμην οὖν ἐμαυτῷ καὶ τῷ χρησμῷ ὅτι μοι λυσιτελοῖ ὥσπερ ἔχω ἔχειν. ἐκ ταυτησὶ δὴ τῆς ἐξετάσεως, ὦ ἄνδρες Ἀθηναῖοι, [22d] For I was conscious that I knew practically nothing, but I knew I should find that they knew many fine things. And in this I was not deceived; they did know what I did not, and in this way they were wiser than I. But, men of Athens, the good artisans also seemed to me to have the same failing as the poets; because of practicing his art well, each one thought he was very wise in the other most important matters, and this folly of theirs obscured that wisdom, so that I asked myself There is also a passage by Diogenes Laërtius in his work Lives and Opinions of Eminent Philosophers where he lists, among the things that Socrates used to say: "εἰδέναι μὲν μηδὲν πλὴν αὐτὸ τοῦτο εἰδέναι", or "that he knew nothing except that he knew that very fact (i.e. that he knew nothing)". "Ich weiß dass ich nichts weiß," ist eine Aussage mit eigenen Problemen, nicht nur wegen des Widerspruchs sondern wegen der unbestimmbaren Bedeutung der Ausdrücke "weiß" und "Wissen". Welchen Unterschied würde machen stattdessen zu sagen: "Ich verstehe, dass ich nichts verstehe." Ich behaupte dass ich von jedem der Folgenden: Alchemie, Astrologie, Quantenmechanik und Mathematik weder Wissen noch Verstehen hege. Ich glaube aber zu verstehen, dass mein geistiges Versagen in Anbetracht jeder einzelnen der verschiedenen genannten Wissensbereiche einander ähnlich ist. Für mich, von meinem Gesichtspunkt, sind die Geheimnisse der Quantenmechanik oder der Mathematik von den Geheimnissen der Alchemie oder Astrologie subjektiv ununterscheidbar. Objektiv scheinen sie mir sich zu unterscheiden, in dem Ausmaß indem sie den Adepten zu wesentlichen praktischen Leistungen befähigen. So möchte man zum Beispiel vermuten das Eisenbahnen und Verbennungsmotoren Ergebnisse von Newtons Mechanik sind. Aber Windmühlen und Wassermühlen gingen dem 17. viele hundert Jahre voraus. Wäre es möglich das Nichtverstehen zu verstehen? Und wenn, wie? Wenn es unmöglich ist das Nichtverstehen zu verstehen, dann ist es auch unmöglich, dass Verstehen zu verstehen, dann gibt es überhaupt kein Verstehen, dann ist alles sinnlos.