Das veröffentlichte Buch, die Zeitschrift, die Schule, die Universität, sie alle besagen die Gesellschaftlichkeit des Wissens und der Sprache. Und die Dichtung, die Musik, die Kunst, sie alle bewirken und bezeugen die Gemeinschaftlichkeit der Gefühle. Wohin denn ich? Es leben die Sterblichen Von Lohn und Arbeit; wechselnd in Müh' und Ruh Ist alles freudig; warum schläft denn Nimmer nur mir in der Brust der Stachel? Am Abendhimmel blühet ein Frühling auf; Unzählig blühn die Rosen und ruhig scheint Die goldne Welt; o dorthin nimmt mich, Purpurne Wolken! und möge droben In Licht und Luft zerrinnen mir Lieb' und Leid! - Doch, wie verscheucht von thöriger Bitte, flieht Der Zauber; dunkel wirds und einsam Unter dem Himmel, wie immer, bin ich - Komm du nun, sanfter Schlummer! zu viel begehrt Das Herz; doch endlich, Jugend! verglühst du ja, Du ruhelose, träumerische! Friedlich und heiter ist dann das Alter. Die Vorstellung "wechselnd in Müh' und Ruh Ist alles freudig;" ist Täuschung, denn freudig ist nichts.