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Auch heute Morgen wünsche ich die Gelegenheit wahrzunehmen, ein weiteres Mal,
vielleicht zum letzten Mal, mir das Panorama meines Denkens und meiner Gedanken
vor Augen zu führen. Vielleicht tue ich dies nur um mich des Bestehens
eines Nichtbestehenden zu überzeugen. Vielleicht ist es ein Versuch mich
mit Unbedeutendem als bedeutend zu täuschen. Den Anfang vermöchte ich an
den verschiedendsten Stellen zu machen.

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Der EPR Streit um die Gültigkeit der Verschränkung ist ein Schlüssel zum
Denken der theoretischen Physiker und zum Wesen der theoretischen Physik.
In Kürze, man glaubt was man glauben will, und die Behauptungen über das 
Wesen der Wirklichkeit sind tief aus dem Unbewusstsein quellende Begriffe 
geeignet die Kollegen zu überzeugen, will sagen das eigene Innere mit 
dem vermutet und verhofft harmonisch angelegenten Verfassungen der 
Kollegen zu legieren. Das Gedankengewebe der mathematischen Physik ist
nicht Natur; es ist Gesellschaftsfabrikat, Trödel das die Gemüter der 
eingeweihten Kollegen gestalten und gestaltet, dem sie sich fügen müssen, 
mit dem sie hausieren gehen müssen, das sie vertrödeln (peddle) müssen, 
um sich, wie man sagt, zu habilitieren.

Ich muss es einsehen, dass ich mich wegen meiner Beschränktheit 
(obtuseness) verteidige und räche. Mein einziger Prüfstein der 
Wirklichkeit ist mein gegenwärtiges Bewusstsein.
Eine Schlüsselfrage: Wie verhält sich der verleumdete "Trödel" der
(mathematischen) Theorie, zu den tatsächlichen Errungenschaften der
zeitgenössischen Technik? Wie verhalten sich die "grundlegenden?"
Vorstellungen der mathematischen Physik etwa zur Atomkraft, zur Raumfahrt,
zum digitalen elektronischen Rechnen, und möglicherweise zum denkbar 
zukünftigen Quantenrechnen?

Diese Frage bedarf nur gestellt zu werden, so bietet sich die Antwort.
Es ist selbstverständlich, dass das Gemüt (auch) von den Gedanken die
es hegt gestaltet wird, und besonders von diesen, und dass das Wesen und
die Eigenschaften die es hegt, seinen Handlungen und Taten zugrunde liegen,
ohne dass man zu sagen vermöchte wie und in welcher Weise. Obgleich die
theoretischen Grundlagen von den praktischen Errungenschaften unabtrennbar
erscheinen, so ist es dennoch unmöglich zu festzustellen ob nicht auch andere
begriffliche Voraussetzungen vergleichbare, oder vielleicht noch größere
Wirkungen nach sich gezogen hätten. Sehr bedeutend, finde ich die Einsicht,
dass die theoretischen Voraussetzungen die tatsächlichen Ergebnisse in nur
beschränkter Weise erklären: und dies scheint mir das Allerwichtigste,
dass diese Voraussetzungen in nur sehr bedingter Weise zum Verständnis 
der Folgen, der Ergebnisse notwendig sind.

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Mit der gesellschaftlichen Welt in der ich lebe, werde ich
vornehmlich durch Menschen bekannt die berühmt sind.
Das sie berühmt sind ist unvermeidlich,
denn wären sie nicht berühmt, würde ich zwar unter Umstaenden
als einzelne Menschen mit ihnen bekannt werden,
aber die weite Welt in der wir zusammen leben, 
vermöchten sie mir nicht zu vertreten.
So ist es wohl unvermeidlich, 
dass mir der berühmte Mensch zum Vorbild wird;
und dass auch ich den Wert meines Lebens 
an dem Ruhm messe der mir zukommen, und den ich ausstrahlen möchte.
Ich muss eingestehen dass ich es zögernd, und mit einigem Widerwillen,
versucht habe bekannt zu werden, 
dass es mir aber nicht gelungen ist,
berühmt zu werden. Dennoch bleibt mir nichts übrig
als auch heute noch so zu denken und zu schreiben,
als ob der Ruhm mir dennoch erreichbar wäre.
Ich weiß, dass aller Ruhm vergänglich ist.
So auch das Leben.

Was soll ich mir nun sagen? 
Soll ich sagen: Ich möchte trotz allen Hindernissen berühmt werden.
oder soll ich sagen: Die Trauben sind ja viel zu sauer.
Vielleicht wäre das Höchste einzusehen, dass der Ruhm uns Menschen
so wenig glücklich macht wie das Geld.
Erhabene Weisheit oder eitler Selbstbetrug?

Faust wünschte, dass ich erkenne was die Welt, im innersten zusammenhält.
Sein Famulus Wagner war mit sich zufrieden und sagte,
"Zwar weiß ich viel, doch möcht ich alles wissen."
So frage ich mich, Was bedeutet mir das Wissen?
Wissen ist mir die Versöhnung mit der Welt.
Offensichtlich hat das Wissen seine natürlichen Grenzen.
Worin bestehen diese Grenzen? Am unmittelbarsten in den vielen, vielen
mir unzugänglichen Fremdsprachen. 
Auch Übersetzungen, und besonders diese sind Schranken.
Die Sprache ist ein Teil des Gemüts, der sich zwar ergänzen,
aber niemals auswechseln lässt. So müsste ich, um Tolstoy, Dostoesvski
oder Checkov in meinen Erlebnisbereich einzubeziehen, die russische Sprache
lernen, und um die Bibel zu lesen, Hebräisch. 
Dazu ist auch mein langes Leben nicht lang genug.
Die eigentliche Schwäche aber meines Wissens ist mein Gedächtnis,
denn was mir soeben gegenwärtig ist, hab ich am nächsten Morgen,
wenn nicht schon in der nächsten halben Stunde vergessen.
Was verbleibt ist ein Gefühl der Vertrautheit auch mit dem Vergessenen
und Besonders mit diesem, das obgleich mir gegenwärtig unerreichbar,
dennoch ein unveräußerter Teil meines Gemütes ist.
Vergleichbar mit einem Ort den ich verlassen habe
dessen Einzelheiten mir entgangen sind,
aber dessen Schatten dennoch irgendwie in meinem Gemüte haften.
Alles wissen heißt nicht alles behalten, heißt aber zeitlebens
Tag für Tag und Stunde um Stunde damit beschäftigt und beflissen
die Beziehung des Geistes, des Gemüts und des Gedächtnisses
zur Umwelt in der ich gedeihe und überlebe zu schüren und zu pflegen.

Gibt es so etwas wie einen Stoff des Wissens? Worin bestände er?
Im Auswendigkönnen eines Sonetts, einer Rede, der Stimme eines
Schauspiels, wie von einem Schauspieler vorgetragen? Vielleicht
eine Tätigkeit des Körpers und des Geistes, wie das instrumentale
Musizieren, das Singen, das Sprechen? Und wie wäre die gewusste Welt
gestaltet? Was hieße es wenn sich diese gewusste Welt auf 
zwei Milliarden Lichtjahre erstreckte? Oder auf das Ausmaß eines
einzigen massenlosen Photons? 

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