Es mag die vorgestrige Verleihung des Nobelpreises für Erforschungen in dem Bereich der Quantenmechanik gewesen sein, die mich zum weiteren Nachdenken über dieses provozierende herausfordernde Thema angeregt hat, als wäre es mir ein Bedürfnis im Rahmen dieser wissenschaftlichen "Fortschritte" irgendwie "dabei" zu sein. Betrachten wir doch die Bewegung als selbstverständlich, wie lückenhaft, wörtlich, literally, dieses Verstehen auch wäre. Denn ich "sehe", dass sich das im Winde schaukelnde Blatt von Ort zu Ort bewegt, und vermag ebenso wenig wie Zeno (490-430 BC) es vermochte, zu erklären wie es von Punkt zu Punkt kommen möchte, ein Geheimnis das in dem Widerspruch der Punkte ohne eigenes Ausmaß deren unendliche Zahl eine messbare Strecke ergeben soll; ein Urteil wobei sich die unmessbar abwesende Dimension des Punktes deren unendliche Zahl aufwiegen soll, und in messbare Strecken von jeder beliebigen Größe verwandeln. Im Lichte dieser Ungereimtheit, betrachte ich die ruckmäßige sakkadische Bewegung des Auges scheinbar von zählbarem Punkt zu zählbarem Punkt, indem es mit wesentlich kürzer schritthafter Bewegung das schaukelnde Blatt mit dem Blicke folgt. Es war dann etwa 150 Jahre später die von Euclid entwickelte Vermessung des Raums (Geometrie) dazu diente die von Zeno aufgeführten Widersprüche durch intellektuelle Paideia zu verdecken, so etwa wie die militärische Disziplin das brutale unmenschliche zerstörerische Walten des Soldaten in lobenswürdiges dem Vaterland treues Heldentum verwandelt. Ohne mir mit weiterem Überlesen meine Erinnerung der wesentlichen Behauptungen der Quantenmechanik zu vervollständigen, bemerke ich, dass Werner Heisenberg ursprünglich sagte, es sei bei abnehmender Größe eines Gegenstandes unmöglich gleichzeitig seinen Ort und seinen Schwung (Impuls, Moment, Momentum, Eigendynamik, Dynamik, Stoßkraft, Schwungkraft, Wucht, Impetus, Bewegungsgröße, Triebkraft) zu messen. Inwiefern diese Behauptung empirisch, experimentell belegbar ist, weiß ich nicht. In jedem Falle, akzeptiere und deute ich sie als die Rache der Wirklichkeit an den verleugneten Widersprüchen der klassischen Geometrie. Seit Einsteins EPR Paradox gilt die scheinbare Widernatürlichkeit der Verschränkung (entanglement) als unglaubbare Fernwirkung, als Herd der Quantentheoretischen Problematik. Diesbezüglich hege ich zwei Erwägungen, die Erste: Warum sollte die Fernwirkung bei Verschränkung unannehmbarer sein als die geheimnisvolle Fernwirkung der Schwerkraft (gravity) oder auch als die mit Lichtgeschwindigkeit vermittelte Fernwirkung der Kräfte des elektromagnetischen Spektrums. Was spricht gegen eine Verschränkung mit Geschwindigkeiten, die eben darum dass sie weil (weit) über die Lichtgeschwindigkeit, ausgerechnet aus diesem Grunde von uns nicht vernehmbar sein möchte, eine Verschränkung deren Selbstverständlichkeit eines Tages von einer "höheren" mathematischen Theorie gewährleistet wird. Ich schlage vor, zum Beispiel, die Hypothese eines Raum mit etlichen Dimensionen, ungezählt und vielleicht unzählbar wie die Sterne, deren eine oder etliche als Hyperzeiten vorzustellen sind. Hyperzeiten, das wären Zeiten ohne Ausmaß, das wären Zeiten ohne Zeit, weswegen in ihnen weder Zukunft noch Vergangenheit waltete, und alle Geschehen gleichzeitig wären. Die vorgeschlagene Hyperzeit also bedeutete die echte uralte aristotelische Metabasis eis allo Genos, in diesem Falle ein Übergang von den von Zahlen beherrschten zählbaren Zeiten der Vergangenheit und Zukunft, in die ungezählte und unzählbare und deshalb ewige Zeit der Gegenwart. Die Vorstellung eines solchen Übergangs wäre keineswegs mehr extravagant und sonderbar als die Vorstellungen von vielen Welten, oder die Vorstellungen eines Urknalls mit einer sich zeitlos mit Lichtgeschwindigkeit ausdehnenden Welt. Der Übergang von der messbaren Zeit in eine vorgeschlagene Hyperzeit wäre zugleich, "zur selben Zeit", ein Übergang aus den Bereichen des Gegenständlichen, zu den Bereichen des unmittelbar Anschaulichen, ein Übergang von Objektivität in Subjektivität. Wer wird nun noch Kierkegaard widersprechen und behaupten dass die Subjektivität nicht die Wahrheit sei?