Betreffs des Einstein Rosen Podolsky so beunruhigende Paradox im Rahmen der Quantenmechanik, in Beziehung zur Quantenverschränkung und Überlagerung (Verschränkung, entanglement, l'intrication, l'accavallamento und Überlagerung, superposition, la sovrapposizione) wie erschiene das Erkenntnisbild, wenn wir, Kant ernst nehmend, voraussetzen dass Gültigeit und Wirksamkeit dieser Begriffe nicht in der Natur außer uns, sondern im uns inwendigen Geist ihre Wohnung hätten. Würde nicht dann die Verlegenheit behoben welche die unbeschränkte örtliche Trennung von Ursache und Wirkung bei Einstein auslöste? Denn wie in der echten Theologie bei Gott nichts unmöglich ist, so gibt in der echten Psychologie im Geist des Menschen, in des Menschen Gedankenwelt, in seiner Vorstellungswelt nicht Unmögliches. Womit keineswegs die Bedeutsamkeit eines jeden beliebigen Chimäras (Hirngespinst) gewährleistet sein soll. Es bedürften dann Quantenverschränkung und Quantenüberlagerung keine weitere Rechtfertigung im Bereich der reinen Vernunft, umso dringender aber in den Gebieten der praktischen Vernunft, des Verstandes und vielleicht der Urteilskraft. Selbst aber wenn es sich als unmöglich erwiese Verschränkung und Überlagerung mit wiederholbaren Versuchsergebnissen zu erläutern und zu bestätigen, und besonders dann, würden beide, Verschränkung und Überlagerung als empirisch unaufweisbare und unbeweisbare Begriffe ihre Stellen, nun als Merkmale der Undurchsichtigkeit unseres Geistes, in dem Museum unsere Sprache behalten. Betont soll sein, dass die Begriffe, die Gedanken, die Vorstellungen ein Recht zu bestehen und ernst genommen zu werden haben, selst wenn sie sich nicht empirisch bestätigen lassen.