Abgeschiedenheit und Gottheit sind die zwei ihm scheinbar eigenen Begriffe, die mir heute Nachmittag von meinem oberflächlichen und teilweisem Lesen in Schriften von und über Meister Eckhard von Hochheim einfallen. Abgeschiedenheit deute ich als bahnbrechend zu der Inwendigkeit von Kant, Schopenhauer und schließlich Kierkegaard. Gottheit deute ich als Abwendung von dem Persönlichkeitskult des Gottes wie er der jüdisch christlichen Überlieferung und Hinwendung zu einem Pantheismus der die Güttlichkeit ins Erleben des Menschen verlegt. Wieder einmal stehe ich vor der Frage inwiefern sich der Inhalt - um das Wort Geist zu vermeiden - einer Schrift mit ihrer Übersetzung aus ihrer Ursprache in eine Fremdsprache vermitteln lässt. Im Hintergrund ist die spezifische Gebundenheit des Sinns an das Wort das ihn trägt, das mit der Zusammensetzung seiner Buchstaben, das mit seiner Verlautbarung zum Ausdruck kommt. Dass dann die Übersetzungen in ihrer Weise gleichfalls wesentliche Bedeutungen anhaften, das zeigt in außerordentlichem Maße die Übersetzungsgeschichte der Bibel, deren verdolmetschte Texte ins Lateinische, ins Englische, Französische, und Deutsche, um nur vier Beispiele anzuführen, Bedeutungen haben welche mit einander durchaus vergleichbar sind, und welche dem Sinn in den griechischen und hebräischen Ursprachen, so viel dies feststellbar ist, nicht nachstehen. Der Schlüssel zu dieser scheinbaren Gleichwertigkeit von Original zu Übersetzung möchte darauf hinweisen, dass die Bedeutung der Schrift vom Leser auf sie hinzugefügt, in sie hinein projiziert wird. Aber statt zu wiederholen, verweise ich auf das erste Kapitel meines Romans, Döhring.