Goethes Faust spricht von seinem Famulus Wagner als einem der "Mit gier'ger Hand nach Schätzen gräbt, Und froh ist, wenn er Regenwürmer findet!" Das ist ein Zitat, welches ich als auf mich gemünzt lese, wenn ich heute die Plancksche Quantentheorie, wie auch die Lehre von der Entropie, als Geistesgebilde - als Ansichten und Einsichten eines Geistersehers betrachte. Es war wohl unvermeidbar und voraussehbar, dass wenn ich mich lange genug bemühte, auch ich lernen würde die "Quantentheorie" zu "verstehen", und somit Antworten auf meine Fragen zu finden. Ich bin mir zunehmend bewusst, dass das Verstehen nicht das Finden von Wahrheiten außerhalb meiner selbst ist, sondern eine Täuschung die sich aus dem unablässigen Suchen ergibt; und dies unter der Rubrik: "Wenn es Götter gäbe, wie hielte ich es aus, kein Gott zu sein, also gibt es keine Götter." Auch die Physik ist Scholastik, eine Erfindung um den verschiedensten Forderungen der Kollegen, der Gesellschaft zu genügen, und somit das eigene Gemüt zu befriedigen, genau betrachtet, heuristisches Bestimmen um das Erwünschte zu verwirklichen, im gegebenen Falle, der Ultraviolett Katastrophe welche sich aus dem Raleigh-Jeans Gesetz ergibt vorzubeugen. Es gilt die Wellenverbreitung der Strahlung mit einer Verbreitung von abgesonderten Teilchen, Quanta, zu vereinbaren, wenn nicht gar zu ersetzen. Dies insofern, als die Wellendeutung der Strahlung eine grenzenlose Verbreitung, Ausdehnung in Raum und Zeit spezifisch und formell, unter gegebenen Umständen, zur einer ultraviolett Katastrophe führt, aber auch anderweitig anschauungswidrige Ansprüche ans Gemüt, an den menschlichen Geist stellt, der sich nach Grenzen (Quanten) sehnt und auf diese schließlich zu bestehen scheint. Ich kann mir vorstellen, dass die erforderliche Beschränkung des Erkenntnisgegenstandes mathematisch auch in einer Weise anders als mit ausdrücklicher Quantisierung unauffälig in eine "Wellenfunktion" verknüpft hätte eingeführt werden können. Ich weiß es nicht. Indessen dient die Aufteilung der Welle in Quanten (Teilchen, particles) das Paradox, die Ungereimtheit, die Ultraviolett Katastrophe (welche wohlbemerkt, nur eingebildet war,) durchs Einstellen oder Umstellen der Wellen in Quanten zu vertuschen. Mit dieser Betrachtung, aus dieser Perspektive ergibt sich die Frage ob nicht Atomisierung und Quantisierung einem grundlegendes Bedürfnis zum abgesondeten Bestehen der Gegenstände des Erkennens entsprechen. Ist nicht die Quantisierung des Kontinuums, Ausgleich für meine Unfähigkeit Atome zu finden. Wäre vielleicht die Quantisierung der wahrgenommenen Materie eine vermeintlich selbstständige "natürliche" Auflösung der Kontinuität, des Zusammenhängenden? Ersatz also für das unauffindbare Atom? Wäre vielleicht die theopsychologischen Begriffe von Gott und Seele, Quantisierungen der objektiven und subjektiven Natur? Ich betrachte die Physik als das Studium der Dynamik meines Denkens, nicht als die Entdeckung oder Beschreibung einer Natur die unabhängig von meinem Denken besteht, und unabhängig von meinem Denken erkannt zu werden vermoechte.