Ich beschäftige mich weiterhin mit den Beweisen der Pythagoräischen Formel. Das Wahrnehmen dieser Beweise sind wie das Erkennen von Gestalten in einem Vexierbilde. Die Fähigkeiten solche zu erkennen sind unterschiedlich bei den Menschen, vermögen aber gelernt und gelehrt zu werden, durch Übung und besonders durch Hinweise. z.B. : "Seht ihr den Regenbogen in der Luft", so wie man (mittels der Sprache) auf Verschiedenstes hingewiesen werden kann, und es demgemäß zu erkennen, zu kennen, zu lernen und somit in sein Gemüt einzufügen vermag. Insofern ein Darauf-hingewiesen-werden für das Erlernen des Pythagoräischen - und sämtlicher anderen Sätze der Mathematik für dessen Erlernen dem Einzelnen wie mir unerlässlich ist, muss ich die Mathematik als ein gesellschaftsbedingtes Unternehmen zu begreifen, mit allen Vorteilen und Nachteilen der Gesellschaftlichkeit behaftet; wie etwa mit Konkurrenz, Neid, Überlegenheits- und Minderwertigkeitsgefühlen, mit dem Herdeninstinkt wie alle Nachbarn denken und empfinden zu müssen, und sich selber statt dem Lehrer und der Klasse, die Unverständlichkeit des Unverständlichen, Unglaublichen und Unglaubbaren zur Last zu legen. Es bedarf dann aber auch einer weiten Sicht, und eines guten Gedächtnisses, die Ungereimtheiten der Religionen, der Mythen, und der anderen Behauptungen der Polis und der Gesellschaft die als selbstverständlich und unzweifelbar galten und gelten, mir zur Eichung ins Gemüt zu zitieren. Auf die Gesellschaftsbedingtheit der Mathematik hinzuweisen, besagt nicht im geringsten ihren Sinn, ihre Gültigkeit, ihre Wahrheit, ihre Wirklichkeit herabzusetzen.