Als ich gestern Abend wieder einmal, Satz für Satz, in Feynmans Physikvorlesungen, nämlich im 31. Kapitel des ersten Teil, las, wurde ich aufs Neue gewahr, in welchem Maße Feynman bei dem Gebrauch der englischen Sprache scheiterte, dass es ihm nicht gelang, seinen Gedanken eindeutigen sprachlichen Ausdruck zu verleien, dass Wort an Wort gereiht, seine Ausführungen keinen Sinn ergäben. Dabei wurde mir dann klar, dass dergleichen Unmitteilbarkeit, ganz im allgemeinen das Wesen sprachlicher Verständigung ist, dass wir als künftig Beteiligte, schon vor Beginn des Gesprächs, die Sprache "verstehen" müssen und dass im Falle der Mathematik und der Physik dies Verständnis durch vorbereitende "Übungen" und "Kurse" erworben wird. Dabei ist es unverkennbar, dass diese Übungen den Geist des Studenten auf unabänderliche Weise verwandeln, und dass manche Gemüter, Dummköpfe also, solchen Verwandlungen in größerem oder geringerem Maße widerstehen.