am 6. Mai 2022 Wegen der Physik Selbstverständlich ist meine Entdeckung von Rilkes Herbstgedicht als subjektive Physik gültig, als subjective Bestimmung von Raum, Zeit, Bewegung und Kosmos; Aufweis, Demonstration aber, dass mitteilbar nur das Gedicht als Zeiger ist, dass aber die subjektiven Erleben von Zeit Raum Bewegung und Kosmos unmitteilbar sind. Das antike Ringen mit der Atomphysik und Sternenphysik, wie etwa von Thales, Anaximandros, Heraklit, Parmenides und Zeno, ist subjektive, nicht objektive Dichtung. Und im Alten Testament ist das Zählen Gott vorbehalten. Das reimt sich, denn Anschauung ist menschlich. Rechnen ist Vorrecht Gottes. Rechnen ist objektiviertes, mitteilbares Erleben. Gott ist die objektivierte Subjektivität. Die endgültige subjektivität Gottes ist die Schnittstelle menschlicher Subjektivitäten. Man möchte behaupten, dass indem der Mensch mittels der mathematischen Physik die Welt berechnet, objektiviert er sein Wissen von der Welt und wird göttlich, und somit zerstört er diese Welt und sich selber. Nicht umsonst hat er die erste Atomexplosion in Alamogordo Trinity benannt. XXXXXXXXXX The world's first nuclear explosion occurred on July 16, 1945, when a plutonium implosion device was tested at a site located 210 miles south of Los Alamos, New Mexico, on the barren plains of the Alamogordo Bombing Range, known as the Jornada del Muerto. Inspired by the poetry of John Donne, J. Robert Oppenheimer code-named the test "Trinity." Hoisted atop a 100-foot tower, the plutonium device, or "Gadget," detonated at precisely 5:30 a.m. over the New Mexico desert, releasing 18.6 kilotons of power, instantly vaporizing the tower and turning the surrounding asphalt and sand into green glass. Seconds after the explosion came an enormous blast, sending searing heat across the desert and knocking observers to the ground. The success of the Trinity test meant that an atomic bomb using plutonium could be readied for use by the U.S. military. Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre, Ihr Schall pflanzt seinen Namen fort. Ihn rühmt der Erdkreis, ihn preisen die Meere, Vernimm, o Mensch, ihr göttlich Wort. Wer trägt der Himmel unzählbare Sterne? Wer führt die Sonn' aus ihrem Zelt? Sie kommt und leuchtet und lacht uns von ferne, Und läuft den Weg gleich wie ein Held. Weißt du, wie viel Sternlein stehen an dem blauen Himmelszelt? Weißt du, wie viel Wolken gehen weithin über alle Welt? Gott der Herr hat sie gezählet, dass ihm auch nicht eines fehlet |: an der ganzen großen Zahl. :| Weißt du, wie viel Mücklein spielen in der heißen Sonnenglut, wie viel Fischlein auch sich kühlen in der hellen Wasserflut? Gott der Herr rief sie mit Namen, dass sie all ins Leben kamen, |: dass sie nun so fröhlich sind. :| Weißt du, wie viel Kinder frühe stehn aus ihren Bettlein auf, dass sie ohne Sorg und Mühe fröhlich sind im Tageslauf? Gott im Himmel hat an allen seine Lust, sein Wohlgefallen, |: kennt auch dich und hat dich lieb. :|[5] Der Text nimmt das biblische Bild des sternenübersäten Himmels für die unzählbar große Nachkommenschaft auf (1 Mos 15,5 LUT). Das „Zählen“ und „Benennen“ sind Ps 147,4 LUT entlehnt. Dabei gilt das „Zählen“ im Alten Testament als ein göttlicher Herrschaftsakt, der den Menschen nicht zusteht (2 Sam 24,2–17 LUT). Die zweite Strophe konkretisiert dieses Bild, indem Gott die Geschöpfe beim Namen ruft (Jes 40,26 LUT) 147 Praise ye the Lord: for it is good to sing praises unto our God; for it is pleasant; and praise is comely. 2 The Lord doth build up Jerusalem:he gathereth together the outcasts of Israel. 3 He healeth the broken in heart, and bindeth up their wounds. 4 He telleth the number of the stars; he calleth them all by their names. 5 Great is our Lord, and of great power: his understanding is infinite. XXXXXXXXXX Von der Behauptung Leopold Kroneckers, „Die ganzen Zahlen hat der liebe Gott gemacht, alles andere ist Menschenwerk.“ bin ich nicht überzeugt. Von meinem naivem Standpunkt wird die von mir (an)geschaute Welt schon durch das einfache Zählen - (vermag Zählen jemals "einfach" zu sein?) unabänderlich verwandelt. Das Laub am Baum vor meinem Fenster wird durch das Abzählen, durch das Aufzählen, durch das Zusammenzählen der verschiedenen Blätter, darin (oder daraus) das Laub besteht in tausend einzelne Blättern, die von einander und von dem Laub das sie ausmachen, unwiderruflich getrennt. Das Laub begründet eine einheitliche Vorstellung; und jedes der Blätter begründet eine einheitliche Vorstellung. Der Unterschied zwischen der unbezifferten Vorstellung des Laubes oder des Blattes, die Ziffer, die Zahl, die Zählung eine neue Eigenschaft der Berechnung hinzufügt. Im Falle des vielblättrigen Laubes ist diese zusätzliche Eigenschaft mir zugänglich weil ich zu zählen, zu addieren, zu subtrahieren, zu multiplizieren und zu teilen gelernt habe. Hingegen bin ich unbewandert mit dem eingliedern der Blätter in eine Laubmenge, der Bäume in eine Waldmenge, der Wälder in eine weiter umfassende Menge deren Namen mir fehlt, so dass ich ihn erfinden müsste, - als weshalb nicht Deka- Zentro- Kilo- oder Megamenge, was weiß ich, hin bis eine Zahl unendlich vieler Mengen mit je unendlichen Teilen, und jenseits solcher unendlichen Mengen mit je unendlichen Teilen, Mengen von in mit transfiniter Zahl; wo ich mit alledem nichts zu zeigen, nichts zu beweisen vermag, als dass die Rechenkunst Dichtung ist. Ob mir aber eine beliebige Dichtung, oder ein beliebiger Dichter zusteht, ist nicht das ein Antwort auf die Frage nach meinen Geistesfähigkeiten, wenn nicht nach meinem Glauben? Die mathematische Formel, das mathematische Gebilde wird selbst zum Gegenstand der Anschauung. Es ist ein Beispiel des Denkens über das Denken, wie sich das menschliche Gemüt seine eigene Gegebenheit, seine eigene Wirklichkeit zu gestalten vernag; wie die Sprache und die Mathematik, wie die Sprache in Zeichen verschiedenster Art als Mitteilungsinstrument dient, das die Menschen mit einander verständigt und ihnen das gemeinsame Denken ermöglicht. Das ist es, das ist sie! Die Mathematik (als Sprachlogik und als Rechenlogik) als vorzügliches, als vornehmliches Instrument des Zusammendenkens, der geistigen Kooperation. So ermöglichen Sprache und Mathematik die erstaunlichen wissenschaftlichen und technischen Errungenschaften die uns begünstigen und die uns bedrohen. Dem Erleben zugrunde liegen die Anschauungen und Modifikationen der Anschauungen von Zeit, Raum und (Schwer)Kraft. Die Zeit umfasst unbegreifbar und unbeschreibbar Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und lässt sich mit exquisiter ungemeiner vorzüglicher Genauigkeit bemessen und berechnen. In ihren Weisen entfremden mir die Messungen und Maße von Vergangenheit und Zukunft meine Anschauung, meine Erinnerung und Erwartung; indessen sind Messungen und Maße mit meinem Bewusstsein des mir Gegenwärtigen unvereinbar. Denn das Messen verwandelt den Zeitabschnitt in eine Spanne mit Anfang und Ende. Es ist aber die Eigenschaft der von mir erlebten Zeit, dass sie ohne bestimmbaren Anfang und ohne bestimmbares Ende vorüber und vorbei fließt, dass sie stets gegenwärtig ist, und dass Zukunft sowohl als Vergangenheit mir endgültig unerreichbar sind. Die Behendigkeit in der Mathematik scheint mir durchaus vergleichbar mit der Behendigkeit in der Musik. Der in ihnen Beflissene muss begabt sein, und muss sein Leben an sie verausgaben. Er muss beständig üben. Sein Leben besteht im Üben.