Am 18 Dezember 2021 Ist es möglich das Denken in einer Darstellung zu begreifen die zugleich subjektiv und objektiv gültig wäre? Ich möchte es nicht behaupten, aber ich will es versuchen. Bewusstsein, Bewusstwerden, und besonders Bewustverlieren, einschlafen, sterben und tot sein sind Erlebnisse oder Ahnungen mit denen ich am nächsten dem Zusammenfallen des Objektiven mit dem Subjektiven nahe zu kommen vermöge. Ich meine eine Bewusstseinsgründung des Denkens zu erkennen, die allenfalls neuerdings mit Descartes Cogito ergo sum, wenn nicht begonnen, denn noch einen Wegposten (waystation) hat, und vielleicht in Kierkegaards Behauptung, Die Subjektivität sei die Wahrheit gipfelt. Bewusstsein als Ursprung und Ausgangspunkt des Denkens scheint mir eine vertretbare Voraussetzung, wobei ich darauf hinweisen möchte, dass es von jeher andere Ausgangspunkte, andere erste Prinzipien gegeben hat. Vornehmlich die Schriften welche zwecks ihrer Verlässlichkeit als heilig betrachet werden, wie etwa die Bibel, Platon, Aristoteles. Ich frage mich ob wir, - ob die moderne zeitgenössische Menschheit nicht vielleicht doch in ihrem Begriffswahn, in ihren Wissenschaftsfimmel zu ersticken droht, ersäuft, - - oder verhungert. Ich frage mich in wie weit meine Ablehnung, Abstinenz, mein Entsagen des Ruhms wahrhaftig - oder selbstbetrügerisch sein möchte; und ob, insofern es wahrhaftig ist, das Entsagen mich bereichert oder verarmt, mich reicher oder ärmer macht. Schließlich schlage ich vor, dass mein Denken, dass unser Denken von selbst, spontan, sei es im Lebendigsein des Einzelnen, sei es aus dem Zusammen der sprachlich gefügten Gesellschaft entsteht, und als selbstständige Erscheinung hinzunehmen, zu akzeptieren ist; und dass die Suche nach erklärender arche, nach Ursprung, nach Anfang, fruchtloser, ergebnisloser Auftakt zum Entdecken oder Erfinden einer seelischen "Singularität" ist, vergleichbar mit der Suche der Astrophysiker eines "Urknalls" einer alles erklärenden oder alles verschleiernden Singularität. Unterschied zwischen Glauben und Wissen. Glauben ist passiv - das Annehmen, Akzeptieren von etwas Äußerem. Wissen ist aktiv - das Erleben, das Bewirken von etwas Innerem. Unwissen ist die geistige Ohnmacht des Nichtverstehenkönnens. Wäre es erlaubt die mathematisch physikalische Singularität des angeblichen Urknalls mit einer geistig-seelischen Singularität des Schöpfers, des Gottes zu vergleichen oder gar gleich zu stellen? In Bezug auf die Welt und die Menschen als deren Schöpfer er gelten soll verfügt Gott über unbedingte Singularität.