Das Wissen verstehe ich nicht als symbolische Form oder als symbolisches Gefüge. Ein solches ist es weder sprachlich noch rechnerisch. Nein, das Wissen von dem ich weiß, kann immer nur mein Wissen sein, und als solches nichnt meine Fähigkeit ein symbolisches Gefüge darzustellen, wiederzugeben oder vorzuführen. Nein, mein Wissen ist meine geistige Fähigkeit zu handeln, in der Situation in welcher ich mich jeweils befinde, geistig erbaulich und konstruktiv zu handeln. Mein Denken, mein Geist muss sich durch die vorige Assimilation dessen was einst außerhalb ihrer lag, als wirksame, funktionierende Bestandteile der Welt in der sie leben, erweisen. Die eigene, und im allgemeinen die faustsche Klage wegen der Wissenschranken ist Unzufriedenheit mit den Grenzen des Geistes. Das Wissen entsteht und es erhält sich in Verlauf forwährenden Wechsels, eines unscheinaren Haushalts, denn Zeit und Kraft sind beschränkt, und um Wissen zu wahren, muss es nicht nur eingeübt werden, ich muss es auch immer wiederholt ausüben um es zu erhalten. Anderweitig verfliegt das Wissen und geht verloren. Dass es gilt die Erkenntnis von Wissen als Assimilation, Modellieren, und (Elaborieren, Ausarbeiten) Verketten weiter zu betrachten, ergibt sich schon aus der Ungelenkheit (awkwardness) dieser Feststellung. Es gilt vor allem, nicht an Worten hängen (kleben) zu bleiben, sondern sich ihrer zu bedienen zum Wissenserleben vorzudringen. Wenn ich behaupte, dass das Instrumentar beim Wissen oft, wenn nicht meist, die entscheidende Rolle spielt, so muss ich als solches auch das Buch, das Manuskript, das Schreiben, das Sprechen, das Rechnen, in Erwägung ziehen; denn ohne sie wäre das formelle Wissen unmöglich, - und den Verlass auf die Instrumentierung als natürliche Gegebenheiten und Vorgänge zu verstehen. Tut man dies, so wird es auch selbstverständlicher das Mikroskop, das Teleskop, die vielen Detektoren von Strahlungen, Schwingungen, Emenationen verschiedenster Art einzubeziehen. Vielleicht erscheint zuletzt Epistemologie als Schlüssel - oder sei es ein Tor zu erweitertem und vertieftem Wissen. Als Wissensmuster erscheint die mir vertraute Landschaft in der ich mich orientiere, einordne, ausrichte, zurechtfinde, wo sich mir der Weg nachhause unweigerlich darbietet. Die Erdoberfläche aber ist zu weit. Ihr Land beträgt 148.433.862 Quadratkilometer. Wenn mein Gedächtnis sich auf höchstens 10 Quadratkilometer zu besinnen vermöchte, so wäre das nur 00,00000673700722% der gesamten Landfläche die ich erinnerte. Wohl bemerkt aber, wäre ich ein Wanderer, so würden sich mir im Verlauf meiner Wanderungen zunehmend weitere Gebiete in mein Gedächtnis einprägen, indessen die älteren, einst erlebten Gebiete, zunehmend der Vergesslichkeit anheimfallen würden. So deute ich meine Orientierung auf der Erdoberfläche als Muster, oder sollte ich sagen als Modell, meines Wissens auf anderen Bereichen. Ein weiteres Kapitel der Epistemologie ergibt sich aus den Instrumenten und Methoden welche die Bereiche des Erlebens erweitern und vertiefen, das Teleskop, das Mikroskp, die vielen Detektoren von Strahlungen, Schwingungen, Emenationen verschiedenster Art. Gleichfalls die analytischen und synthetischen Verfahren im chemischen Laboratorium.