Die Gigazahlen der Kosmologie und die Nanozahlen der Kleinpartikelforschung, beide lassen sie sich nur als Gedanken -oder Geistesmodelle deuten. Ist es denn aber anders mit dem menschlichen Körper? Von außen ist er zwar anschaulich, auch das Innere veräußerlicht ist anschaulich, wo nicht gar riechbar. Aber das Wirken, sein Leben ist mit dem Sezieren, mit dem Sezierten, mit der Sektion unvereinbar. (incompatible) Das Leben des Körpers ist vereinbar nur mit der Verhüllung seines Inneren. Dasselbe gilt für jedes Tier und für jede Pflanze. Wir verstehen Tiere und Planzen vornehmlich als Modelle. Erstreckt sich denn nicht diese Rückführung der Wirklichkeitserkenntis auf Modelle auch auf die anorganische Welt? auf Berge, Täler, Flüsse und Meere? Wird nicht alles von uns Erkannte zum Modell. Wäre diese mir vermeintlich neue Einsicht mehr als ein Spiel mit Worten? Oder erweitert und vertieft sie unser Verständnis? Ist vielleicht alles bewusste Wissen, alle beabsichtigte Erkenntis ein Erschaffen, Entdecken und Pflegen von Modellen als symbolischen Formen die ihrem Wesen nach zwischen den Menschen mitteilbar sind, und somit der Ergiebigkeit der Gesellschaft zugrunde liegen? Wie unterscheide ich mein Modelle von den Platons Idealen?