am 2. Oktober 2021 Bei der Suche nach Otto Friedrich Bollnow im Internet stieß ich auf die Debatte 1928 zwischen Ernst Cassirer und Martin Heidegger in Davos. Ich hatte nichts davon gewusst, und verbrachte etwa eine Stunde darüber nachzulesen, nachzudenken und meine eigenen Schlussfolgerungen zu überlegen. Wahrscheinlich bin ich zu alt um meine Gedanken in neue Bahnen einzulenken. Was ich zur Kenntnis nahm, schien mir ein Wettbewerb um gesellschaftliche Anerkennung mit mit dem Bezug auf Kants Transzendentalphilosophie als Scharnier worum sich die Behauptungen der beiden renommierten Denker drehten, ein Stützpunkt der, weil er von ihnen in verschiedener und widersprechender Weise verstanden und erklärt wurde, keine Grundlage für ein Verständnis, geschweige denn für Einverständnis zu bieten vermochte; mit der Folge dass der Inhalt der Debatte unbestimmbar, und deshalb unverständlich und unverstanden bleiben musste, mit Zuhörern und Gutachter, Rezensenten, Kommentatoren die zu mogeln gezwungen waren, insofern als sie vorgeben mussten zu verstehen was unverständlich war. So wurde die Darstellung der Debatte, wie so beträchtliche Teile der sogenannten Philosophie, um es klar und einfach zu sagen, als Darbietung von des Kaisers neuen Kleidern. Oder wäre es dass ich mit meiner schamlosen und unverschämten Kritik die Unzulänglichkeiten meines eigenen Unwissens zur Schau stellte. Wieder falle ich auf meine Überzeugung zurück, dass das Denken ein Ergebnis der Sprache ist, und dass Gedanken vernünftig und verständlich werden nur als Ausklang eines sprachlichen Ursprungs, indem sie ausgesprochen werden.