am 27. September 2021 Ich will versuchen mich mit der Widersinnigkeit der öffentlichen gesellschaftlichen politischen Wahrheit abzufinden, wie sie etwa in Gerichtsurteilen zum Ausdruck kommt. Der Widerspruch entspringt der Tatsachen dass diese um befolgt zu werden, gedeutet und "verstanden" werden müssen, mit einem Verstehen das einer "reinen" Vernunft widerspricht. Deren Befolgung also eine "unreine", will sagen verdorbene oder "verlogene" Vernunft erfordert, welcher das Ichbewusstsein widerstrebt. Dies ist eine, und vielleicht die bedeutendste Weise in welcher der Widerspruch zwischen dem Einzelnen und der Gesellschaft zum Ausdruck kommt. Es ist die Eigenart des Selbstseins beständig (neue) subjektive Wahrheiten zu entdecken, Wahrheiten die anderen Menschen unverständlich bleiben müssen, weil sie ihrem Wesen nach unmitteilbar sind. Zugleich lebt ein jeder von uns Einzelnen in einer Gemeinschaft welche fortwährend mit neuen fremden gesellschaftlichen "Wahrheiten" auf ihn eindringt, Wahrheiten die er normaler, "gesunder" Weise annimmt und sich ihnen anpasst, sich an sie assimiliert, um sich von ihnen verwandeln zu lassen, so dass sie ihm hinfort auch als seine eigenen "inneren" Wahrheiten anmuten. Diese Anpassung, diese Assimilation ist jedoch selektiv, gezielt, auswählend. Manchem fällt sie leicht, anderen fällt sie schwer, und denjenigen denen sie am schwersten fällt, denen sie unmöglich ist, werden aus der Gesellschaft ausgeschlossen oder von ihr ausgestoßen. Das ist das Schicksal der Gesellschaft und des Einzelnen. Bei diesen Ausführungen bin ich mir bewusst, dass es sich bei mir um die Rückführung einer selbst-erlebten Problematik auf sprachliche, logische Formeln handelt, welche ihrerseits wiederum letztlich unbestimmbar sind. So verläuft das geistige Leben.