Am 23.September 2021 Meine Gedanken, so meine ich zu beobachten, schweben elliptisch wie Planeten um die Sonne meines Ichs, von diesem durch eine Schwerkraft angezogen, und zugleich durch die wuchtige Beharrung (inertia) ihrer Bestreben in ihren Bahnen eingeschränkt, zugleich sich selbst genügsam, und dabei die Sonne die sie umkreisen wie mit einem Glorienschein krönend. Meine Gedanken begründen eine besondere, mir eigene Wirklichkeit. Sie sind das Band, die Kette, welche mich mit der hypostasierten, mir unerreichbaren endgültigen transzendentalen Wirklichkeit verbindet. Jene transzendentale Wirklichkeit welche die Beschränkungen, die Irrtümer, die Unzulänglichkeiten des mir persönlichen Gedanken-Planeten Kosmos aufzuwiegen scheint, obgleich und vielleicht weil, jene transzendentale Wirklichkeit mir unerreichbar ist. So sind meine Gedanken insofern ich sie als schlüssig und gültig empfinde, mir eine fortwährende Täuschung, mich narkotisierend wie ein Opium von dem ich mir alltäglich zunehmend mehr beschaffen muss, weil die gestrige Menge heute nicht mehr genügt mich zu betäuben. Zugegeben, mein Denken konstatiert für mich eine Wirklichkeit, aber eingesehen, dass diese Wirklichkeit auf mich und durch mich beschränkt ist. Die andere größere universelle unbeschränkte Wirklichkeit, von der ich nur zu träumen vermag, ist mir nicht zugänglich.