am 21. September 2021 Das Wesen und die Bedeutung der Sprache ergeben sich aus den Versuchen das Bild welches man mit den Augen wahrnimmt, oder etwa die Musik die man hört, zu besprechen, beziehungsweise, zu beschreiben. Besonders bemerkenswert ist der Versuch das Erleben zu beschreiben, das ist ein Versuch welcher dem Dichter scheinbar gelingt, weil das Gesprochene und das Geschriebene, das Gedicht, der Roman, der Aufsatz, das Schauspiel, weil jedes davon ein Erleben eigener und einzelner Art schafft, ein Erleben das wegen seiner scheinbaren inbegriffenen Mitteilbarkeit, das nüchterne, einfache alltägliche Erleben zu verdrängen und zu ersetzen scheint. Die Mitteilbarkeit aber ist täuschend und irreführend. Was von der Literatur mitgeteilt wird ist ein Rahmen, ein Gerüst für das jeweilige individuelle Erleben der vielen Einzelnen, ein Gerüst das den Schein erweckt die vielen einzelnen Erleben wären einander gleich, oder gar ein einziges Erleben. Für den Maler ist das malen, oder vielleicht das Schauen des Bildes das gültige Erleben. Für den Musiker das Spielen seines Instrumentes und das Hören der gespielten Musik. Die außerordentliche Mitteilbarkeit der Musik und der Sprache bewirken eine besondere Gemeinschaft des Verstehens und des Handelns. Die symbolischen Darstellungen der Welt mittels von Sprache und Mathematik erscheinen als endgültige Wirklichkeit, aber mich dünkt, in irrtümlicher Weise, denn Wirklichkeit muss erlebt sein, und alles Erleben ist seinem Wesen nach ein Geschehen im Bewusstsein des Einzelnen.