Es muss unbestimmt bleiben, welchen Wert der sogenannten "Philosophie" als etwas jenseitiges, also als etwas transzendentales, zugerechnet werden sollte. Tatsache ist, dass die herkömmliche Philosophie ja gerade dies beansprucht: den Anfang, den Grund und vermutlich auch das Ende des Denkens, also dessen Ergebisse, zu kontrollieren und zu beherrschen. Im Raum des Denkens, der Sprache, der Vorstellung, der Idealisierung ist alles denkbar, ist alles vorstellbar. Jedoch im Raum des Erlebens und der Erfahrung waltet eine andere, eine beschränkte Wirklichkeit. Im Raum des Einzelnen ist am unmittelbarsten das Gefühl, die Anschauung, die vorsprachliche geistige Regung. Das objektive Urerlebnis des Menschen ist ein Geborenwerden, ein in die Welt Kommen, das ist körperlich die Trennung von der Mutter Leib, und dann, sofort die Wiederbegegnung mit ihr an ihrer Brust. Nächst die Begegnung mit dem Vater, mit den Geschwistern und dann der weiteren Gesellschaft. Zugegeben, die gesellschaftlichen Begegnungen umfassen (beinhalten) den Händedruck, das Küssen, Umarmen, Streicheln, Schreien, Stöhnen, Lachen, aber mit am folgenreichsten (consequential) ist die Sprache. Das subjektive Urerlebnis ist das Erwachen. Das Licht des Bewusstseins verscheucht das Dunkel des Schlafes, des Unbewusstseins. Das Denken gliedert sich an den durch die Sinne wahrgenommenen Gegenstände, und dazu an den Namen womit es diese Gegenstände bezeichnet. Vor allem wird es die Sprache als unmittelbare Ausgeburt des Denkens, woran sich das Denken haftet, wie an einem Spalier. Die Philosophie ist das gültige Denken welches den Denker ergiebig macht.