Je älter ich werde, umso mehr unentrinnbar, dass ich mein Schreiben nicht des Ruhmes halber, geschweige denn wegen des Geldes betreibe, auch nicht wegen eines unscheinbaren einen ihm von mir angedichteten geistigen oder gar seelischen Wertes, sondern zwecks meiner selbst, um mir eine Umwelt zu schaffen, um mich einer Umwelt zu versichern, in der ich geschützt, in der ich zuhause bin. Also um mir mein eigenes Haus im Geistigen, und wenn es so weit kommen muss, ausgesprochen zu werden, in der Landschaft der Seele zu bauen. Ich wage zu behaupten, dass dies eine dem Menschen zugeordnete Tätigkeit ist. In diesem Zusammenhang, muss ich die einschlägigen gesellschaftlichen Abmaße in Erwägung ziehen, an welchen es sich ziemt meine Bemühungen zu beurteilen. Denn die Sprache welche zugleich mir mein geistiges Wirken ermöglicht und von diesem erweitert, vertieft und verstärkt wird, ist ihrem Wesen nach gesellschaftlich. Sie entsteht aus der Notwendigkeit sich mit anderen Menschen zu verständigen. Sie entsteht aus der Notwendigkeit eine Gesellschaft zu gründen und zu pflegen. Außer der Sprache selbst wird auch das geistige Ambiente, die Literatur, die Gedanken- und Dichtungskultur von der Gesellschaft geschaffen, bewahrt und überliefert. Über die Gesellschaft entgeht mir jeglich Kontrolle, und wenn ich's ernstlich bedenke, entgeht mir auch jede Kontrolle über den der ich bin und über das was ich tue.