Ich schlage vor: eine vielleicht Heraklitsche Revision der Kantschen Kopernikanischen Wendung, welche die Wirklichkeiten der Außen und der Innenwelt taxiert, und ihr statisches Verhältnis, mit einem dynamischen Verhältnis ersetzt. Ich vermute dass das Verstehen, das Begreifen der Außenwelt - deus sive natura - ein dynamischer Vorgang ist, indem der Geist durch seine Berührung, durch seinen Kontakt mit der "Außenwelt" durch diese verwandelt wird, sich ihr anpasst. Dass somit der Geist an die Außenwelt assimiliert wird, und als erkannte, sie an ihn. Die entscheidende Frage: Wo liegt der Schwerpunkt, was ist die Basis des Begreifens? Herrscht die Natur, will sagen, Gott, so bewirkt die Assimilation den Glauben. Herrscht der Geist, will sagen, mein Bewusstsein, mein Ich, so bewirkt die Assimilation mein kritische Denken, meinen Zweifel. Ich behaupte das beide Vorgänge gelten. Das Leben des Geistes ist keine Einbahn, sondern ein Hin und Her. Insofern der Geist von der Natur assimiliert ist, wird er göttlich und begreift die Welt. Insofern aber der Geist göttlich geworden ist und die Welt begreift, wird die begriffene Welt ein Ausdruck des Geistes, trägt sein Gepräge und verrät seine Züge. Mein Geist trägt den Stempel der von ihm erkannten Welt. Die vom Geist erkannte Welt, trägt seinen Stempel.