Goethes Teufel sagt, Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will, und stets das Gute schafft. In Goethes Welt wird letzten Endes alles wieder gut. Die von Thomas Mann gemalte Welt ist unheilbar, ist unerlöslich verdorben. Th.Manns Teufel scheint zu bedeuten, dass Großes, Außerordentliches wie es seinem Schöpfer Anerkennung, Ehre und Ruhm einträgt, (nur) durch das Abtreten der Seele an den Teufel erworben wird. Das ist eine Ethik des Neides, der Missgunst, der Ebnung, des Gleichmachens, der Abgleichung, des Egalisierens... Es ist die Herdenethik welche das Außerordentliche als Böse verstößt. Der Roman offenbart nicht nur, und vielleicht nicht so sehr, das Geheimnis von Kunst und Künstler, wie von der Gesellschaft die ihn von sich ausschließt, die ihn vereinsamt, - und wenn irgendetwas ihm dem Teufel überliefert, so es ist diese Vereinsamung. Goethes Faust wird durch Margarethes Liebe erlöst. Die Liebe die Adrians Geliebte, Marie Godeau, ihm vorenthält, ist zerstörisch. Es ist zwar nicht Adrian den sie tötet, sondern seinen Freund und Flirt, Rudi Schwerdtfeger. Im Stiel, ist Dr. Faustus ein Mosaik das aus vielen Einzelbeschreibungen besteht die (nur) äußerlich aneinander gefügt werden, innerlich aber lediglich eine gezwungene erkünstelte Beziehung zu einander haben. Auch an der Geschichtsdeutung als Parallele zum Schicksal des verfluchten Künstlers, ist manches auszusetzen.