Auf der Suche Ist's nicht zu spät, so kurz vor Mitternacht die großen Lebensrätsel anzuschneiden? Der Tag verwelkt mit seiner Blütenpracht. Das fahle Licht geht aus. Auch ich muss scheiden. Die Welt war bunt bestückt mit vielen Sachen Entzog sich dem zergliedernden Verständnis, Trotzt' dem Versuch vernünftiger Erkenntnis. Es fehlt an Zeit sie jemals heil zu machen. [Hätt ich nur Zeit es wieder gut zu machen. Spät ist die Zeit sie wieder heil zu machen. und keine Zeit sie wieder heil zu machen.] Der Name ist der Hort der alles birgt Und Logik ist die Kunst die alles wirkt. Nicht Chaos, Chronos ist [war] der ewge Grund, Umschließt die Welt und mich in festem Bund. [Der mich und Welt erhält zu dieser Stund.] [Der mich und Welt umschließt zu jeder Stund.] [Der mich und Welt umschließt [erhält] in festem Bund.] [Erhält die Welt und mich zu jeder Stund] Drum such ich Chronos auf in seiner Klause, mit Zuversicht, ich find ihn hier Zuhause. [und zuversichtlich find ich ihn zuhause.] [bin zuversichtlich dass er ist Zuhause.] Eintritt [Vorsichtig, untertänigst klopf ich an,] Mit Vorsicht klopf ich an [des Chronos] die schwere Tür [vergebens, niemand öffnet, bleibt verriegelt] doch niemand öffnet [denn] und sie bleibt [ist] verriegelt Empfange keine Antwort, alles leer; Das große Zeitgeheimnis [ist] bleibt versiegelt [Umsonst, umsonst, hab keine Hoffnung mehr Es ist unleugbar, keiner ist zuhause.] Ich rufe, Chronos, Chronos, bist du hier? Im Eisschrank find ich eine Flasche Bier. Was hilft das Bier, der Sprachgenosse fehlt. Der Zeitgeschichten, Mythen, mir erzählt [Der die Geheimnisse des Daseins mir erzählt Der Mythen und Geschichten mir erzählt] Ich brauch dich, Chronos, hab so viele Fragen und nirgends Antwort, nur das Hörensagen Die Wahrheit hab ich nicht gefunden Drum ist mein Geistesheil an dich gebunden. [Mich drauf verlassen ist mir nicht erlaubt [gewährt] Drum ist mein Geistesheil an dich geschraubt. Verboten ist's mich darauf zu verlassen. worauf mich zu verlassen mir verboten ist] Er ruft mir zu, vergeblich traust du mir. Ich hör sein Wort, die Wahrheit ist [nur] in dir. [Es tut mir leid, ich höre Chronos Stimme. Vergeblich traust du mir. die wahrheit ist in dir] * * * * * * Erfrischung Hier ist ein Öffner für die Flaschen Bier Ist dies der Rechte für die kühlen Flaschen? Ich hol' kristallne Gläser aus dem Schrank, stell sie mit Vorsicht auf die hohe Bank und rufe, Chronos, soll ich sie erst waschen? Ich rufe nochmals, Chronos, bist du hier? Die Menschen alle sich im Bett verstecken. Die Uhren weigern sich sie aufzuwecken. Nichts pünktliches wird mehr geschehen können Wo bleibt die Feuerwehr? Die Häuser brennen. Ich setz mich auf den Stuhl der vor mir steht, den Kopf geneigt zu flehendem Gebet Chronos, ich bitt dich, sag was soll denn werden, wenns nicht genaue Zeit mehr gibt auf Erden. Zeitlos Umsonst, denn Chronos tritt nicht in Erscheinung hab unmaßgeblich nichts als meine Meinung ich muss mit unserm Bier alleine bleiben das heißt ein chronosloses Zeitvertreiben Wenn Chronos weigert Ja, da ist etwas schiefgegangen, Untauglich auch zum Ruhm und zur Geschichte Ja, da ist etwas schiefgelaufen, was ausgedacht war hat nie angefangen was angelegt war ist nicht eingelaufen. Vom Internetanbieter angeguckt: Der fand's unziemlich, drum hat er's verschluckt. (Unziemlich und obszön; er hats verschluckt.) Gedankenfreiheit war ein frommer Traum. Zur Macht, zum Geldverdienen dient er kaum. Untauglich auch zum Ruhm und zur Geschichte Es waren schlicht und einfache Gedichte. (Gehören nicht zur ewgen Weltgeschichte.) Ist's nicht vielleicht zu spät jetzt anzufangen die großen Rätsel die mich lebenslang gebannt, Wo ich doch letztlich selbst am Ende bin. Wo sollt ich schließlich denn den Anfang machen die sich zum Trotz vernünftiger Erkenntnis entziehen redlich gläubigem Verständnis Die sucht in klugen Worten ihr Zuhause Erkenntnis sucht in Worten ihr Zuhause