Heute Morgen, zum ersten Mal, war's mir unmöglich etwa zehn Minuten lang, Traumgestalten von der Wirklichkeit zu unterscheiden. Zwei der oberen Altersgrenze nahe Ehepaare saßen mit mir am Esstisch. Das eine sprach Deutsch, das andere Englisch. Es lag mir ob, sie einander vorzustellen. Da ich mich weder auf den Namen des einen noch des anderen Ehepaars zu besinnen vermochte, fragte ich ein jedes von ihnen, wie es hieße. Sie beide antworteten mir sehr freundlich, ohne sich oder mich wegen meiner Vergesslichkeit zu beklagen. Zwar klangen die Namen mir bekannt, ich wusste dennoch nicht wen ich vor mir hatte, wusste nicht was ich sagen sollte, und schließlich wachte ich auf, in dem Sinne, dass ich plötzlich verstand, dass ich entweder geträumt, oder den Verstand verloren hatte. Als Mathematiker komme ich mir geistig und seelisch vor wie ein Sklave der zum Pyramidenbau gezwungen wird. Zugegeben, die Pyramiden sind großartig und zugegeben dass ihr Bau der Zusammenarbeit, der Zusammenfesselung vieler Menschen erfordert. Doch mir widerstrebt es, mich in dieser Weise einschirren zu lassen. Ich bedarf der Freiheit, nicht nur körperlich sondern auch geistig und seelisch, und besonders in diesen Bereichen. Warum, frage ich mich, ist es oder scheint es anders mit der Dichtung, wo ich mich nicht eingeschirrt fühle. Vornehmlich scheint mir, weil ich es nicht bin. Habe mich nicht durch Geld oder Ruhm verleiten lassen zu versuchen anders zu werden als der ich bin.