Ist's nicht (Es ist) zu spät so kurz vor Mitternacht die großen Lebensrätsel anzuschneiden Der Tag verwelkt' mit seiner Blütenpracht Das fahle Licht ging aus. Auch ich muss scheiden. Die Welt ist weit bestückt mit vielen Sachen die sich entziehen nüchternem Verständnis zum sturren Trotz vernünftiger Erkenntnis Man mag darüber weinen oder lachen Der Name ist der Hort der alles birgt Und Logik ist die Kunst die alles wirkt. Nicht Chaos, Chronos ging zuerst voran Drum such ich Chronos auf in seiner Klause Vorsichtig, untertänigst klopf ich an, Empfange keine Antwort, alles (sie ist) leer nicht mehr verkennbar, keiner ist zuhause Ich rufe, Chronos, Chronos, bist du hier, Umsonst, umsonst, hab keine Hoffnung mehr Im Eisschrank find ich eine Flasche Bier, Ich hol' kristallne Gläser aus dem Schrank, stell sie mit Vorsicht auf die hohe Bank Ja, da ist etwas schiefgegangen, Ja, da ist etwas schiefgelaufen, was ausgedacht war hat nie angefangen was angelegt war ist nicht eingelaufen. Vom Internetanbieter angeguckt: Der fand's unziemlich, drum hat er's verschluckt. (Unziemlich und obszön; er hats verschluckt.) (Gedankenfreiheit war ein frommer Traum.) Gedankenschönheit war ein frommer Traum. Zur Macht, zum Geldverdienen dient er kaum. Untauglich auch zum Ruhm und zur Geschichte Es waren schlicht und einfache Gedichte. (Gehören nicht zur ewgen Weltgeschichte.) Ist's nicht vielleicht zu spät jetzt anzufangen die großen Rätsel die mich lebenslang gebannt, Wo ich doch letztlich selbst am Ende bin. Wo sollt ich schließlich denn den Anfang machen die sich zum Trotz vernünftiger Erkenntnis entziehen redlich gläubigem Verständnis Die sucht in klugen Worten ihr Zuhause Erkenntnis sucht in Worten ihr Zuhause