Chronos heißt Zeit und ist angeblich der Name eines der ältesten Griechischen Götter. Aber Gott und Götter sind vorerst auch nur Worte die sich in meinem Gemüt angeschwemmt haben mit den anderen Worten der Sprache woraus ich mir Stück für Stück eine geistoge Welt zusammenfüge. Ich muss überlegen und untersuchen inwieweit alle Worte, alle Namen, Bezeichnungen sein möchten worin sich mein inneres Verständnis mit dem sonst unerreichbaren Verstädnis anderer treffen, ein Zusammenkommen das bei dem Namen Gott besondere Bedeutung, besonders schweres Gewicht aufweist. Zuerst die Sprache, sie entquillt dem Gemüt vonselbst. Weist auf ihen eigenen Rhythmus und auf ihre eigne Melodie. Es ist ein Irrtum auch nur zu versuchen der Sprache ein Versmaß aufzuzwingen. Wenn nicht von selbst, dann wird's nicht gelingen. Wenn aber von selbst, dann möchte der Vers und sein Maß die Qualität wesentlich erhöhen. Nicht nur Sinn und Inhalt, sondern auch ihre Form entspringt dem Denken und wird durch dieses gestaltet. Das Denken ist ein Ringen um den Inhalt. Die Sorge um den Inhalt weist den Weg der befolgt werden muss. Ich habe die Frage nach Chronos, nach dem griechischen Gott der Zeit gestellt. Eigentlich sind es zwei Fragen, die Frage nach dem Gott oder nach den Göttern, und die Frage nach der Zeit. Beide Fragen haben dieselbe Antwort: Die Sprache. Die Menschen reden über Gott, über Götter, über Zeit ohne im Voraus zu wissen was sie meinen. Die Bedeutung der Worte ergibt sich dann aus dem Gebrauch dem sie dienen. Über die Bedeutung von Gott und Götter vermag ich jetzt kaum mehr zu sagen als dass sie Höhepunkte, dass sie Gipfel darstellen, wo das Inwendige das der Mensch fühlt und denkt, jenes Andere, das Auswendige, das Äußere das die mehreren Menschen zusammen meinen, fühlen und denken, einander begegnen, treffen und in einander verschmelzen. Aus dieser Sicht, ist das Göttliche unabdinglich. Zugleich aber ist zu bemerken, dass diese Verschmelzung von Subjektivem mit Objektivem, dem Inneren und dem Äußeren (allen) anderen Worten und der Sprache im Allgemeinen anhaftet. Es mag sein, dass im Jüdisch-Christlichen, der Name Gottes unnennbar ist, weil dieser Begriff die endgültige Verschmelzung des Innen mit dem Außen besagt. Die sekundären (abgeleiteten) Geschichten der griechischen Mythologie, die mir zur Kenntnis gekommen sind, behandeln Chronos, Zeit, als einen Gott, als primäre Erscheinung ohne Vorfahren, ohne Ableitung. Diese Darstellung stimmt jedenfalls mit meinen Überlegungen betreffs der Zeit überein; denn vorstellen kann ich mir eine Zeit die einen Anfang oder ein Ende hätte, nur wenn diese abgegrenzte Zeit in einer weiteren, tieferen mehr wirklichen Zeit lagerte, und somit sich widerspräche und aufhebe. Zeit die einen Anfang hat ist mifr unvorstellbar. Mag sein, dass ich mich irre.