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<html><head></head><body><div style=3D"font-family: Verdana;font-size: 12=
=2E0px;"><div>Lieber Jochen,</div>

<div>&nbsp;</div>

<div>das war eben ein besonderes Telefongespr&auml;ch, mit einem Schulfreu=
nd aus Grundschultagen, wir mochten uns damals schon auf sehr kameradschaft=
liche Art=2E Auf dem Weg zur Kirche zwecks Konfirmation, 1955, gingen wir d=
as letzte St&uuml;ck zusammen - er wohnte kurz vor der Kirche, in Lewe, am =
anderen Ende des Dorfes -, und ich klagte ihm mein Leid, weil ich pl&ouml;t=
zlich diese bl&ouml;den Nylonstr&uuml;mpfe tragen musste, und er tr&ouml;st=
ete mich, es sei doch nur dieses eine Mal=2E Daran habe ich mich immer erin=
nertt, und er auch, wie sich heute herausstellte=2E Aber es ging um etwas a=
nderes, um unsere Nachbarn&nbsp; in Liebenburg am Berg, um einen Letten, de=
r mir jetzt wieder einfile in Lettland und &uuml;ber den ich gern mehr wiss=
en wollte=2E Kurt wusste in der Tat auch mehr, jetzt ist mir vieles klar=2E=
 Und nat&uuml;rlich kamen wir ins Kl&ouml;nen &uuml;ber alles m&ouml;gliche=
 andere Liebenburgsche=2E</div>

<div>So, und jetzt n&auml;hern wir uns Riga, wo wir 4 N&auml;chte blieben =
und von wo wir auch einen von der Deutschen Kriegsgr&auml;berf&uuml;rsorge =
angelegten Soldatenfriedhof suchten, eines guten Kiersper Freundes wegen=2E=
 Wir fanden ihn zun&auml;chst nicht, fragten in dem weitl&auml;ufiges St&au=
ml;dtchen in der N&auml;he einen Mann, der unter einem Apfelbaum stand, der=
 versuchte in schwachem Englisch den Weg zu beschreiben, fand das dann zu s=
chwierig und schenkte uns zun&auml;chst einen Apfel, setzte sich dann aufs =
Fahrrad und fuhr im immer str&ouml;menderen Regen vor uns her durchs ganze =
St&auml;dtchen, bis das Hinweisschild erschien=2E Da war er bis auf die Hau=
t nass=2E Wir waren sehr ger&uuml;hrt=2E</div>

<div>Ich k&uuml;rze ab=2E &Uuml;ber P&auml;rnu nach Tallin, herrliche alte=
 Stadt, fabelhaft restariert, voller Menschen, auch noch Tallin-Marathon, z=
wei Tage liefen wir kreuz und quer durch die Stadt und wurden ein wenig ver=
traut mit ihr=2E Dann weiter nach Osten, wieder Nationalpark, D&ouml;rfchen=
 K&auml;smu, dort blieben wir 3 N&auml;chte und wanderten durch Moor und He=
ide, an der Ostsee entlang,&nbsp; oft&nbsp; mit Blick auf Granitbl&ouml;cke=
 (daf&uuml;r ist die Gegend ber&uuml;hmt), an Pilzen und Beeren vorbei, unt=
er himmelhohen Kiefern und Birken, auf herrlich bequemen sandigen Radwegen =
(f&uuml;r reine Fu&szlig;g&auml;nger gab es Wurzel-und Steinwege), fast gan=
z allein=2E&nbsp; Und auf demb R&uuml;ckweg noch 2 N&auml;chte in Tartu (Do=
rpat), mit der 1632 von Schwedenk&ouml;nig Gustav Adolf&nbsp; gegr&uuml;nde=
ten Universit&auml;t=2E Sogar einen Theaterbesuch wagten wir, es waren gera=
de Festspiele=2E&nbsp; Den englischen Text konnten wir auf einem Tablet ver=
folgen, aber der Sinn entging uns doch weitgehend=2E Es habndelte sich wohl=
 um estnische Sagen, um die Geschichte der Esten aus sagenhaften Zeiten bis=
 in eine neuere &Auml;ra, mit Fabelwesen und B&auml;ren und Frauen, die sic=
h in B&auml;ren verliebten=2E Um B&auml;ren rankeb sich ja viele Geschichte=
n=2E Aber einen echten haben wir nie gesehen, dar&uuml;ber bin ich durchaus=
 froh=2E</div>

<div>In Lettland erlebten wireine Gedenkfeier zum Geburtstag ihres ersten =
Pr&auml;sidenten - wir konnten nichts verstehen,&nbsp; ein junger Polizist =
kl&auml;rte uns auf -, Chor, viele Menschen mit Blumenstr&auml;u&szlig;en, =
drei junge Leute in Nationaltracht, die die Fahne hielten, alles sehr feier=
lich=2E Ach ja, alles am Fu&szlig;e eines riesigen Denkmals, das dieses Pr&=
auml;sidenten darstellte=2E Immer wieder wurde ein Blumenstrau&szlig; abgel=
egt, und der n&auml;chste Redner kam an die Reihe=2E</div>

<div>Ein sehr sch&ouml;nes Gedenke-Mal f&uuml;r ermordete Juden entdeckten=
 wir in Litauen: An einem H&uuml;gel standen in lockerem Abstand viele Apfe=
lb&auml;ume aus Metall, mit Namen auf jedem Apfel und auif jedem Blatt=2E</=
div>

<div>Wir haben viel gesehen, viel Geschichte gelernt, Menschen erlebt, das=
 Land beguckt und bewandert=2E Es war eine durchweg gute Erfahrung=2E Wir w=
&uuml;nschen den Menschen dringend, dass sie sich von all den Schrecken der=
 Geschichte, die ja wesentlich durch Deutsche und Russen verursacht wurden,=
 dass sie frei und lebensfreudig bleiben ud nie wieder Fremdherrschaft erle=
iden m&uuml;ssen=2E</div>

<div>&nbsp;</div>

<div>Bernd ist zur Orchesterprobe nach L&uuml;denscheid gefahren=2E Ich ha=
be wieder in der grundschulke angefangen, mehrmals ie Woche eine Stunde, di=
e Kinder sind jetzt im 4=2ESchuljahr und gehen&nbsp; n&auml;chsten Sommer s=
&auml;mtlich auf weiterf&uuml;hrende Schule=2E Meine Kollegin wird pensioni=
ert, und ich h&ouml;re dann auch auf=2E Aber bis dahin gibt es noch zu tun=
=2E Habe ich &uuml;brigens erz&auml;hlt, dass unsere Gesamtschule, an der w=
ir 1971 angefangen haben, als die Schule ins dritte Jahr gig, dieses Jahr g=
ro&szlig; ihr 50j&auml;hriges Jubil&auml;um feiert? &Uuml;bermorgen ist das=
 gro&szlig;e Fest=2E Wir hoffen, viele alte Kollegen und auch Sch&uuml;ler =
wiederzusehen=2E Sonst gehen wir einfach nach Hause, wir haben es ja nicht =
weit=2E</div>

<div>So, lieber Jochen, nun ist gut!Ich w&uuml;nsche Dir einen freundliche=
n Sp&auml;tsommer mit viel Farbe und vers&ouml;hnlichen Gedanken=2E M&ouml;=
ge es Dir so gehen, wie Du es Dir w&uuml;nschst!</div>

<div>Ganz herzliche Gr&uuml;&szlig;e,</div>

<div>Deine Gertraud und Bernd=2E</div></div></body></html>

