Der Herd der Hofmannsthal Operntexte, ohne Ausnahme, ist die Geschlechterbeziehung. Elektra, die Aegyptische Helena, der Rosenkavalier, Die Frau ohne Schatten, Ariadne auf Naxos, Arabella, drehen sich um die Beziehung des Mannes zur Frau, und der Frau zum Mann. Dasselbe gilt fuer Fidelio und fuer sie sechs Mozartopern die mir einfallen: die drei mit DaPontes Libretto, die Zauberfloete, die Entfuehrung und Idomeneo. Was besagt es von mir, dass der Geschlechtlichkeitsherd meiner Kroetenrettung nichts gewichtigeres ist als das Laichen der Kroeten? Waere es Musenmissbrauch diesen Goettinnen geschlechtliche Beziehungen zu Menschen anzudichten? Oder sollten die Musen auf der Buehne als unberuehrbar und unberuehrt erscheinen?