Die olympischen Musen Hesiod (sechstes Jahrhundert v. Chr.) hat die Zahl der Musen in seiner Theogonie[2] auf neun festgelegt: Nach ihm sind sie die Töchter der Mnemosyne, der Göttin der Erinnerung, und des Zeus, und auch die von ihm genannten Namen sind kanonisch. Sie werden Mnemoniden oder olympische Musen genannt.[ Klio (Κλειώ, altgriechisch Kleio), die Rühmende, ist die Muse der Geschichtsschreibung (Attribute: Papierrolle und Schreibgriffel); Euterpe (Εὐτέρπη), die Erfreuende, ist die Muse der Lyrik und des Flötenspiels (Attribut: Aulos, die Doppelflöte); Melpomene (Μελπομένη), die Singende, ist die Muse der Tragödie (Attribut: ernste Theatermaske, Weinlaubkranz, wahrscheinlich auch ein Schwert oder eine Keule); Erato (Ἐρατώ), die Liebevolle, Sehnsucht Weckende, ist die Muse der Liebesdichtung (Attribut: Saiteninstrument, Leier); Terpsichore (Τερψιχόρη), die fröhlich im Reigen Tanzende, ist die Muse für Chorlyrik und Tanz (Attribut: Leier); Urania (Οὐρανία), die Himmlische, ist die Muse der Astronomie (Attribut: Himmelskugel und Zeigestab); Thalia (Θάλεια, altgriechisch Thaleia), die Festliche, die Blühende, ist die Muse der Komödie (Attribut: lachende Theatermaske, Efeukranz und Krummstab, denn auch die heitere bukolische Poesie gehört zu ihr); Polyhymnia (Πολύμνια), die Hymnenreiche (Liederreiche). Sie ist die Muse des Gesangs mit der Leier (kein spezifisches Attribut, manchmal die Leier); Kalliope (Καλλιόπη), die mit der schönen Stimme, ist die Muse der epischen Dichtung, der Rhetorik, der Philosophie und der Wissenschaft (Attribut: Schreibtafel und Schreibgriffel). Calliope is the superior Muse. She inspired Homer as he wrote The Iliad and The Odyssey. She accompanied kings and princes to help them impose justice and serenity. Calliope is the protector of poetic works, the rhetoric arts, music, and writing. Calliope is usually depicted with laurels in one hand and two Homeric poems in the other. Clio is the protector of history. In ancient Greece, the word for "history" was "clio" (which is derived from "Kleos," the Greek word for the heroic arts). Depictions of Clio portray her holding a clarion in her right arm and a book in her left hand. Erato is the protector of lyrical and love poetry. She holds a lyre, love arrows, and a bow. Euterpe is the protector of songs and poetry of death, love, and war. She created several musical instruments and inspires the creation of beautiful music. She is often portrayed with a flute in her hands while her other instruments surround her. Melpomene is the protector of the tragedies. She created rhetoric speech and the melodies of tragedy. She is typically depicted holding a tragic theatrical mask. Polyhymnia is the protector of divine hymns. She created geometry and grammar. She is usually depicted wearing a veil and looking up to the heavens. Terpsichore is the creator and protector of dance. She also created the harp and education. She is usually depicted with a laurel wreath on her head while she holds her harp and dances. Thalia is the opposite of Melpomene. She is the protector of comedy, the sciences (including geometry, architecture, and agriculture,) and symposiums. She typically holds a comedic theatrical mask in her depictions. Urania is the protector of celestial bodies. She created astronomy, and she bears stars, a celestial sphere, and a compass. Eine bürgerliche Küche im klassischen Athen. An der Längsseite, unter drei weiten und hohen Fenstern ein Tresen mit einem Waschbecken. Erato mit aufgerollten Hemdsärmeln wäscht das seit mehreren Tagen angesammelte Geschirr. Euterpe trocknet ab, und Melpomene legt das gesäuberte Besteck in eine offene Schublade im Tresen, und stellt die gewaschenen Teller, Tassen und Untertassen in einen Wandschrank mit offenen Flügeltüren. Die drei Mädchen bewegen sich in einem lieblichen Rhythmus wie bei einem schlichten Tanz. Möchtegern sitzt mit geschlossenen Augen am abgeräumten Küchentisch. Sein großer Kopf mit struppigem ungeschnittenen Haar, und tagelang unrasiert, ruht in den auf Ellenbogen gestützten aufgeschlagenen Händen. Euterpe: (in dem sie sorgfältigst die beiden Seiten eines Tellers trocknet) Das ist wirklich ein starkes Stück, dass man von uns erwartet Dienstmädchen zu spielen, und für die erbärmlichen Sterblichen auch noch die Abwäsche zu machen. Erato: (die in der Lauge des scheinbar geleerten Waschbecken nachzüglerische Teelöffel und Gabeln fahndet) Das ist, bei der Lotterwirtschaft die in diesem Frühjahr auf dem Olympus herrscht, kaum verwunderlich. Findest du nicht auch? (Nach einer Pause) Nur gut dass das dumme Menschengeschlecht vom Ausmaß, vom Betrug und von der Schmiererei bei göttlichen Geschäften keine Ahnung hat, sonst könntest du der Menschen Verehrung für uns Aufwiedersehen sagen. Euterpe: Meines Erachtens hat diese Lotterwirtschaft mit der Anstellung des neuen Stallknechts zu tun. Das ist ein Lump wie ich noch sonst keinen gesehen habe. Dessen Gemüt ist schmutziger als die Schweinekoben die er sauber macht. Das weiß er aber nicht. Er meint er ist Herkules, und benimmt sich wie Herkules. Erato: Vergiss es bitte nicht. Du und ich und Melpomeme sind eng mit ihm verwandt. Er ist unser unehelicher Stiefbruder. Euterpe: Du und ich, und unsere sieben Schwestern sind auch unehelich. Wer im Glashaus sitzt soll nichtmit Steinen schmeißen. Erato: Ich finde diese unehelichen Ausschreitungen unsers Vaters sind zum Kotzen. Wider sie Dich nicht an? Melpomene: Sch- Erato und Euterpe, nehmt Euch in Acht; legt Eurer Zunge Zügel an. Ihr könnt nie wissen was dem da am Küchentisch, wenn er auch zu schlafen scheint, im Traume durch die Ohren dringt. Und wenn der berichtet was er von Euch überhört hat, und wenn das der Alte erfährt wie ihr über ihn denkt dann gibts ein solches Blitzen und Donnern und Regnen, dass die dummen Kleinen meinen das jüngste Gericht des Klimawandels den sie so fürchten wäre eingetreten. Möchtegern: (indem er sein Gesicht aus den Handflächen löst und den Oberkörper sich langsam aufrichtet) Zu spät meine schönen Frauen, Ich habe alles gehört. Ich habe gute Ohren, ein erstklassiges Gedächtnis, und ein hervorragendes Erfindungsvermögen. Erato: Aber Möchtegern, du wirst und doch keine Schwierigkeitem machen, du wirst und doch nicht verraten. Möchtegern: Natürlich nicht, aber wie man sagt, eine Hand wäscht die andere. Ich tue gern etwas für euch, wenn ihr auch etwas für mich tun, und euch nicht so benehmt als kenntet ihr mich überhaupt nicht. Melpomene: Herr Möchtegern, und bitte nehmen sie mir die Formalität, die Gezwungenheit der Anrede nicht übel, aber wir Göttinnen sind nun einmal verpflichtet uns auch wie Göttinnen rau von betragen. Es ist uns behördlich untersagt wie andere Mädchen mit jedem beliebigen Mannswesen das horizontale Handwerk zu spielen. Euterpe: (zu ihren Musenschwestern) Ich hab's Euch ja immer gesagt. Die Benachteiligung der Frauen b ei den Sterblichen ist maßlos und unterträglich. Erato: Ach Euterpe, kannst du denn nie absteigen von deinem Frauenfreiheitssteckenpferd? Euterpe: (zu Erato) Du bist zu blind oder zu dumm oder beides. Siehst Du denn nicht den Zeus, erst ist's Semele, dann Io, dann die Frau von Amphytrion, Herakles Mutter,m von Zeus gezeugt, ich komm eben nichty auf den Namen. Da hat THalia dem großen Drama von Kleist Patin gesandcen. Zeus kann sich alkles erlauben, aber wednn Hera einem schmachtenden Jüng;liong auch nur einen einzigen schmachtenden Blick schenkt ... Erato: Dann verbietet ihr Zeus auch nur einen einzigen weiteren granitbezogenen Tresen. Möchtegern: Fräulein Melpomene, sie überschätzen mich, oder vielleicht unterschätzen sie mich, aber die Möglichkeit einer Erpressung wie Sie vorschlagen bis jetzt jedenfalls noch nicht in den Sinn gekommen, aber ich bin ein junger Mensch der sich ausbildet. Vorerst aber kommt es mir auf die Dichtung an als die Tätigkeit bei der ich sie um Hilfe bitte. Erato. Euterpe Melpomene Erato: He da, Schläfst du noch? der Küchentisch wo du da sitzt, das ist kein Schlafensort. Möchtegern: Bin wach. Wie könnt ich sonst mich mit Dir unterhalten? Erato:Hast wohl noch nie geträumt, und lernst erst jetzt zu träumen. Bist dran dich einzuüben. Möchtegern: Ich weiß es nicht. Euterpe: Du bist so blass. Ist Dir nicht wohl mein Kind? Willst Du fort? Möchtegern: Das nicht Mama, nur einen Augenblick, lass mich allein. Melpomene: Wozu denn das? Möchtegern: Mich zu bedenken. Melpomene: Jetzt ist nicht Zeit für solche Faxen. Ich stell Euch vor, mein Sohn der Dichter Möchtegern, und er, wie heißt er doch? Den Nam hab ich vergessen. Möchtegern: Das ist, das ist Augustus Graf von Krötenheim. Nichtich: Wie kommt mir dieser Glanz in meine Hütte? Melpomene: Lass er das ewge Plagiieren. Wenn man's entdeckt, verliert er seine Professur. Möchtegern: Ich habe keine Professur. Erato: Du hast sie doch. Du leugnest sie weil du beleidigt bist dass ich dich nicht Professor nenne; Möchtegern: Du lügst. Erato: Und du betrügst. Euterpe: Lasst endlich doch das ewge Streiten. Wer weiß was Wahrheit ist? Pilatus wusst' es nicht. Wisst ihr's? Wer nicht die Wahrheit kennt, der kennt auch nicht die Lüge. Erato: Nun schließlich sag, was bring dich hier an diesen Ort? Möchtegern: Das fragst du mich? Befind mich hier zuhause. Erato: Nicht dich hab ich gefragt, sondern den gnädgen Herrn, den Graf von Krötenheim. Krötenheim: Man spricht mit mir? Möchtegern: Herr Graf auch ich begehr zu hören, was sie hierher geführt. Erato, Euterpe, Melpomene: Wir alle sind, Herr Graf von Krötenheim (Turtleston) zu hör'n begierig, was Sie am frühen Morgen zum Frühstückstisch von Möchtegern geführt. Krötenheim: Ein Zufall war's weiß selbst nicht wie, der mich zu euch, an euren Tisch geleitet, und ich entschuldge mich der Mühe die ich euch bereitet. Möchtegern: Unsinn, verlaub von euer Gnaden diese Wahrheit auszusagen, denn Euer Anzug ist mir die höchste Ehre, worauf ihr Zögern mit der Antwort einen Schatten wirft. Erato, Euterpe, Melpomene: Heraus damit, Erzählt uns alles ohne Vorbehalt. Verschwiegenheit schürt nichts als Unmut. Krötenheim beschreibt das Krötenproblem bei sich zuhause, das Lumpgelände ist ihr Heimatland, sie wollen nachhause denn abgesehen von den Schicksalen der todgeweihten Kröten hat er zwei Töchter wovon eine Amada die Kröten liebt, und eine Odia die Kröten hasst. Amada liebt Odia, aber Odia hasst Amada Eine Besprechung zwischen Lump und Krötenheim, mit Möchtegern als Mediator, Mittler, Kommt zu nichts, ein Krötengipfel wird angesetzt woran die Stadt- und Landesbehörden beteiligt sind. Die Naturliebhaber, die Jäger, die Krötenhasser, die Beamten, die Polizisten bekämpfen sich. Nichts als Missverständnisse. Die Kunst soll alles Lösen, die Antwort auf alles, die Lösung von allem ist in der Musik. Nichts altes taugt. Man lost um den Librettisten und Komponisten. Möchtegern ist der erfoldreiche Bewerber. Er entwirft eine rekursive Oper, die sich selbst aufführt und die nie enden wird.