Inwiefern ließen Kunst, und das Leben überhaupt sich als Angst vor dem Sterben erklären, oder jedenfalls als Bewusstsein der Sterblichkeit? Ich frage nur ohne eine Antwort vorzuschlagen. Wie etwa das Stölzellied "Bist du bei mir"? Wie etwa das auf Ewigkeit verlobt, verbunden sein, in Freud und Leid, in Wehtun und Verzeihn? womit Arabella endet? Will nicht alles Ewigkeit? Wäre es möglich und was hieße es, Ewigkeit und Tod, ewiges Sein und Nichtsein, zu erleben? Und wenn, wäre das Erleben der Ewigkeit vereinbar mit dem Erleben des Todes? Sind nicht die Begriffe, die Erleben von Leben und Tod, unvereinbar? Sind nicht die Begriffe, die Erleben von Ewigkeit und Vergänglichkeit unvereinbar? Ist es sinnvoll zu fragen: Sind Leben oder Tod, Vergänglichkeit oder Ewigkeit erlebbar? Ist nicht die mesmerische Wiederbelebung, das Erwecken der beiden Betrüger in Cosi fan Tutte Inbegriff des Betrogenseins des Betrügers? Ist nicht die Behauptung des ewigen Seins bei Parmenides Echo oder Ausdruck von Todesangst? Ist das unbedingte Sein bei Parmenides veränderlich, so hebt sie sich selbst auf. Ist die unbedingte Veränderlichkeit bei Heraklit unveränderlich, so hebt sie sich gleichfalls selbst auf. Perhaps ultimately integrity and fraud are one and the same. Should resurrection, ascension and eternal life be considered ultimate truth or ultimate fraud? Perhaps there is no truth, gthen there can also be no fraud. Perhaps to the extent that one purports equanimity in the face of death one is dead already. Hat Sokrates, hat Jesus den Tod überwunden? Die Berichte über den Tod in den einschlägigen platonischen Schriften sind widersprüchlich. Die Leidensgeschichte Jesu ist widersprüchlich, denn der Tod lässt keine Auferstehung, keine Himmelfahrt zu. Die Tatsache das etwas geht, dass es erfolgreich ist, dass es funktioniert, dient keineswegs zu beweisen, dass die Logik, die Ratio der es entspringt und die es zu bestätigen scheint, in anderen Bereichen, zu anderen Anwendungen gültig ist.