Der hochberühmte Platon hat gelehrt von idealem Schönen und vom Guten von dem was unbedingt wär gut und schön wer wäre ich ihm diese Höhen zu bestreiten? Wer wagt zu unterscheiden gut und schlecht wer weiß zu sagen, dies ist faul, das, echt Ich täusch mich mit dem Anspruch zu entscheiden wie wagte ich zu wählen zwischen beiden was Faseln möchte sein und was wäre Prophezein Ich habe deine Lehren jahrelang bedacht Bei hellem lichtem Tage und bei düstrer Nacht Ich hab mir eingebildet (deine Lehren, alles) zu verstehen, Dann musste ich mein Nichtverstehn gestehen. Ein auf und ab mit des Gemütes Leiter heute enttäuscht und morgen hoch begeistert. Deine Denken schien dem Dasein seinen Sinn zu bieten O hohe Burg die mich beschützen würde ein Vaterland des Geists wo ich zuhause wär. Das alles aber war nur Wahn und Traum Gedicht und Fabeln unterm Weihnachtsbaum Ich wache auf, seh ein (versteh) es ist genug. Jetzt fortzufahren wäre Selbstbetrug. Wahn ist der unbedingte Wert des was besteht und umgekehrt Die Quelle dieses Wahns die ist mein Ich das ich behaupten muss auch gegen dich muss unbedingt die weite Welt beherrschen weil sie mich anderweitig überschwemmt der Mensch sich in das düstre Leben fügt weil keinem Tierchen am ersaufen liegt. Dass Gutes, Schönes, Edles die Welt beherrschen sollte, das hab ich ihr verstohlen, erschlichen, heimlich unterstellt angerechnet zugeschrieben. Tatsächlich aber war's mein Ich das sich in diesen Werten spiegeln und bestätigen wollte und vielleicht betrügen. Das Weltgeschehen groß und klein, fern und nah entwickelt sich nach seinen eigenen Gesetzen, nicht nach meinen. ================ Das Geheimnis Das Geheimnis des Lernens, des Wissens, des Könnens ist die Verwandlung meines Bewusstseins, meines Ichs, dessen der Ich bin. So stünde die vermeintliche Beständigkeit, die Unveränderlichkeit meines Ichs meinem Lernen, meiner Entwicklung, meiner Verwandlung entgegen. Was ich gelernt habe, das bin ich; und beides was ich bin, und meine Vorstellung der anderweitig unerreichbaren und unzugänglichen Wirklichkeit bedürfen der Verwandlung, der Entwicklung darin das (geistige) Leben besteht. Insofern mir diese Metamorphose gelingt, hab ich gewonnen. Zugleich aber weiß ich, verstehe ich auch, dass beide, das geistige Bestehen und die geistige Verwandlung der ich mich unterziehen will und muss, unabtrennbar sind von dem Erwachen, Reifen, Welken, und am Ende, vom Sterben dieses Körpers "mit welchem ich Gott sehe". "And though worms shall destroy this body, yet in my flesh shall I see God." Nämlich dass mich mein Leben zu einem Ende führt, das dies Leben bestätigt und rechtfertigt. Ein Grund, weswegen ich meine Schlussfolgerungen skeptisch, kritisch betachten muss, wegen der Gefahr dass sie nicht einer (transzendentalen) Wahrheit, sondern einem bequemen und selbstgenüsamen Abgang aus diesem Leben dienen. Geisteselegien Elegie über Wissen und Können, über Wissenschaft und Kunst Das Wissen, das Erkennen was die Welt im Innersten zusammenhält ist a) vergänglich, insofern ich alt und müde und vergesslich werde und bald sterbe; b) transzendental, insofern weder der Einzelne, noch irgendeine Gesellschaft je fähig war, je fähig ist, je fähig sein wird, die räumlich und zeitlich unendliche, und sich beständig verändernde, entwickelnde Welt zu erleben und/oder gedanklich, sprachlich, mathematisch zu begreifen, c) gesellschaftlich, insofern auch der gewandteste Wissenschaftler, und besonders dieser in der Gesellschaft wurzelt, und sein Wissen in ihr vollendet (wird). d) (mit dem Können), ein wesentlicher, wenn nicht gar der wesentlichste, unentbehrliche Bestandteil des Lebens, des Überlebens, der geistigen Verfassung, der Beheimatung, der äußeren und inneren Oikeisis, des Einzelnen. Elegie über Erinnerung und Zeit Elegie über Wirklichkeit und Sein Elegie über Innen und Außen Elegie über Gut und Schlecht Elegie über Natur und Gott Elegie über Schlafen und Wachen Elegie über Denken und Träumen Der Ursprungsfehler Den Ursprungsfehler will ich Euch bekennen Fast scheu den düstren Namen ich zu nennen Der Fehler ist die feige Angst vorm Sterben drum will ich hinterlassen einen Erben Der Fehler ist die Angst vorm nicht mehr Sein. heißt Unsinn und steht auf dem Totenschein.