Im Netz Wärs eine gut,und wär das andre schlecht? Wie soll ich unterscheiden: Was ist echt? Ich wandre durch des Geistes Wälder, Ich streife durch des Lebens Felder. Ich sehe dies, und ich betrachte das, ich such und suche, und ich weiß nicht was. Find' funkelnde Juwelen überall, und muss mich fragen ob nicht dieser Fall beweist dass ich der Musen Günstling bin. Dann kommt es wiederum mir in den Sinn, dies alles ist nur eitler Kupferkies, von dem ich mich als Gold das ich hier fände, in Überheblichkeit verleiten ließ. Komm nicht einmal mit diesem Reim zuende. In großem Irrtum find ich mich gefangen, Ich bin der Eitelkeit ins Netz gegangen. ===================== Wärs eine gut, wäre das andre schlecht? Wie soll ich unterscheiden: Was ist echt? Ich wandre durch des Geistes Wälder, Ich streife durch des Lebens Felder. Ich sehe dies, und ich betrachte das, ich such und suche, und ich weiß nicht was, Und finde glänzende Juwelen überall, ich muss mich fragen ob nicht dieser Fall beweist dass ich der Musen Günstling bin dann kommt es wiederum mir in den Sinn Dies alles ist nur eitler Kupferkies wo von ich mich, auf dass ich ihn hier fände in Überheblichkeit verleiten ließ und komm nicht Mal mit diesem Reim zuende komm nicht einmal mit diesem Reim zuende. verfehl sogar mit diesem Reim sein Ende. Find mich in einem Irrtum fest gefangen. In großem Irrtum find ich mich gefangen, Ich bin der Eitelkeit ins Netz gegangen. ================ Der Ursprungsfehler Den Ursprungsfehler will ich Euch bekennen Fast scheu den düstren Namen ich zu nennen Der Fehler ist die feige Angst vorm Sterben drum will ich hinterlassen einen Erben Der Fehler ist die Angst vorm nicht mehr Sein. heißt Unsinn und steht auf dem Totenschein. Wer wagt zu unterscheiden gut und schlecht wer weiß zu sagen, dies ist faul, das, echt Ich täusch mich mit dem Anspruch zu entscheiden was Faseln möchte sein und was wäre Prophezein Das Geheimnis Das Geheimnis des Lernens, des Wissens, des Könnens ist die Verwandlung meines Bewusstseins, meines Ichs, dessen der Ich bin. So stünde die vermeintliche Beständigkeit, die Unveränderlichkeit meines Ichs meinem Lernen, meiner Entwicklung, meiner Verwandlung entgegen. Was ich gelernt habe, das bin ich; und beides was ich bin, und meine Vorstellung der anderweitig unerreichbaren und unzugänglichen Wirklichkeit bedürfen der Verwandlung, der Entwicklung darin das (geistige) Leben besteht. Insofern mir diese Metamorphose gelingt, hab ich gewonnen. Zugleich aber weiß ich, verstehe ich auch, dass beide, das geistige Bestehen und die geistige Verwandlung der ich mich unterziehen will und muss, unabtrennbar sind von dem Erwachen, Reifen, Welken, und am Ende, vom Sterben dieses Körpers "mit welchem ich Gott sehe". "And though worms shall destroy this body, yet in my flesh shall I see God." Nämlich dass mich mein Leben zu einem Ende führt, das dies Leben bestätigt und rechtfertigt. Ein Grund, weswegen ich meine Schlussfolgerungen skeptisch, kritisch betachten muss, wegen der Gefahr dass sie nicht einer (transzendentalen) Wahrheit, sondern einem bequemen und selbstgenüsamen Abgang aus diesem Leben dienen. Geisteselegien Elegie über Wissen und Können, über Wissenschaft und Kunst Das Wissen, das Erkennen was die Welt im Innersten zusammenhält ist a) vergänglich, insofern ich alt und müde und vergesslich werde und bald sterbe; b) transzendental, insofern weder der Einzelne, noch irgendeine Gesellschaft je fähig war, je fähig ist, je fähig sein wird, die räumlich und zeitlich unendliche, und sich beständig verändernde, entwickelnde Welt zu erleben und/oder gedanklich, sprachlich, mathematisch zu begreifen, c) gesellschaftlich, insofern auch der gewandteste Wissenschaftler, und besonders dieser in der Gesellschaft wurzelt, und sein Wissen in ihr vollendet (wird). d) (mit dem Können), ein wesentlicher, wenn nicht gar der wesentlichste, unentbehrliche Bestandteil des Lebens, des Überlebens, der geistigen Verfassung, der Beheimatung, der äußeren und inneren Oikeisis, des Einzelnen. Elegie über Erinnerung und Zeit Elegie über Wirklichkeit und Sein Elegie über Innen und Außen Elegie über Gut und Schlecht Elegie über Natur und Gott Elegie über Schlafen und Wachen Elegie über Denken und Träumen