Geheimnis Einst meinte ich die Tage die vergehen durch ausgesuchte Worte zu verstehen. Mein Geist verknotet ein verfänglich Netz das sich ergab als lastendes Gesetz. Es legte alle Lebensfragen klar. Ich fand dass ich darin gefangen war. Es zu befolgen wurde meine Pflicht. Ihm irgend zu entfliehn vermocht ich nicht bis das Geheimnis sich mir lete offenbar: Mein Leben sprachlich nicht zu fassen war Gesagtes als Erleben sich erfüllt und wird zum Schleier der das Sein verhüllt. Vergang'nes lässt sich nicht in Worten sagen. Worte tun nichts als nach Vergang'nem fragen. Das Leben ist Geheimnisnetz Gesetz Das Geheimnis Das Geheimnis des Lernens, des Wissens, des Könnens ist die Verwandlung meines Bewusstseins, meines Ichs, dessen der Ich bin. So stünde die vermeintliche Beständigkeit, die Unveränderlichkeit meines Ichs meinem Lernen, meiner Entwicklung, meiner Verwandlung entgegen. Was ich gelernt habe, das bin ich; und beides was ich bin, und meine Vorstellung der anderweitig unerreichbaren und unzugänglichen Wirklichkeit bedürfen der Verwandlung, der Entwicklung darin das (geistige) Leben besteht. Insofern mir diese Metamorphose gelingt, hab ich gewonnen. Zugleich aber weiß ich, verstehe ich auch, dass beide, das geistige Bestehen und die geistige Verwandlung der ich mich unterziehen will und muss, unabtrennbar sind von dem Erwachen, Reifen, Welken, und am Ende, vom Sterben dieses Körpers "mit welchem ich Gott sehe". "And though worms shall destroy this body, yet in my flesh shall I see God." Nämlich dass mich mein Leben zu einem Ende führt, das dies Leben bestätigt und rechtfertigt. Ein Grund, weswegen ich meine Schlussfolgerungen skeptisch, kritisch betachten muss, wegen der Gefahr dass sie nicht einer (transzendentalen) Wahrheit, sondern einem bequemen und selbstgenüsamen Abgang aus diesem Leben dienen. Geisteselegien Elegie über Wissen und Können, über Wissenschaft und Kunst Das Wissen, das Erkennen was die Welt im Innersten zusammenhält ist a) vergänglich, insofern ich alt und müde und vergesslich werde und bald sterbe; b) transzendental, insofern weder der Einzelne, noch irgendeine Gesellschaft je fähig war, je fähig ist, je fähig sein wird, die räumlich und zeitlich unendliche, und sich beständig verändernde, entwickelnde Welt zu erleben und/oder gedanklich, sprachlich, mathematisch zu begreifen, c) gesellschaftlich, insofern auch der gewandteste Wissenschaftler, und besonders dieser in der Gesellschaft wurzelt, und sein Wissen in ihr vollendet (wird). d) (mit dem Können), ein wesentlicher, wenn nicht gar der wesentlichste, unentbehrliche Bestandteil des Lebens, des Überlebens, der geistigen Verfassung, der Beheimatung, der äußeren und inneren Oikeisis, des Einzelnen. Elegie über Erinnerung und Zeit Elegie über Wirklichkeit und Sein Elegie über Innen und Außen Elegie über Gut und Schlecht Elegie über Natur und Gott Elegie über Schlafen und Wachen Elegie über Denken und Träumen