Auf der Suche Platonis Opera sind es gewesen stattlich in dunkel Blau, gülden bedruckt. Ich habe sehnsuchtsvoll hinein geguckt und manchmal stellenweis' darin gelesen. Vermochte kaum verstehen was ich las, und das Gelesene alsbald vergaß Das waren vielverzweigt geheime Worte griechisch geschnörkelt von der feinsten Sorte, von einem der an ihren Sinn nicht glaubt, gesucht, gewählt, konjekturiert, geklaubt, von niemandem verstanden, unerklärt, doch umso eifriger vom Geist verzehrt. Sein oder Nichtsein darauf kommt es an, als hätte Hamlet den Parmenides gelesen. Anaximander, du berühmter Mann, Thales, Parmenides und Heraklit, kommt doch gefälligst bitte alle mit! Sind wir nicht klug und wunderbar belesen? Ideen glänzen hell und hoch in Ewigkeit, an sie zu glauben bin auch ich bereit. So müde jetzt, bin fast in Schlaf versunken, bin von Platonis Opera betrunken. Mir ist's zu viel das alles zu verstehen. Mehr als genug. Jetzt Zeit zu Bett zu gehen und von der schönen Gundula zu träumen, der Königin der holden Opernfeen, zu der sich meine Sinnen bäumen, und Platon im Regale lassen stehn. Muss träumen diesen süßen Traum von ihr. Die Diotimasehnsucht will zu Dir. Wie dem Mandryka so vergib auch mir. was gelesen war John Burnet