Urworte, Orphisch Sonette über Thales, Anaximander, Anaximenes, Parmenides, Heraklit, Jaeger, Vietor, Matthiessen, Levin ... Thales - Überall Wasser, die Urflüssigkeit, es friert, fließt, verdunstet, vom Himmel kommt's, zum Himmel steigts. Der Mensch ist von Wasser umgeben, im Blute fließts von Nieren wird es ausgeschieden. Dem Leben unentbehrlich, und dennoch das Leben zerstöfrend. Voraussicht, Ahnung von Heraklit. Worauf's bei Thales ankommt ist das Ur- Anfang, Arche, Ursache ... die Projektion, der Entwurf des Ichs, Projektion des Bewusstseins ... in die Ursache, in die Urgestalt, in Punkt, Linie, Fläche, Fülle, Urstoff in dem Sinne wie heutige Physiker von Molekülen, Atomen - etwas dem innerlichen Anfang äußerlich Entsprechendes - Die Gegebenheit nach einem physischen, körperlichen Anfang zu suchen, weil des Geists Bewusstsein im Jetzt beginnt. Die Suche nach der Arche ist entweder oder zugleich die Suche nach dem gegenwaertigen, dem einzig erkennbaren Punkt des Bewusstseins, oder nach dem Ausgangspunkt des Gedaechtnisses als dieb Wurzeln des Bewusstseins der Gegenwart. Und Götter überall, weil diese Reduktion, diese berechnete Zurückführung dennoch ungenügend ist, sind Götter unabkömmlich, in dispensable. Can't do without them. Anaximander aber wagte einen weiteren Schritt. Der sieht tiefer. Versteht dass ein Urstoff nicht endgültig sein kann, weil er die Urstofflichkeit ausschließt. Das Apeiron ist eine Erscheinung deds Nichts, weil Ordnung, Idealisierung, die Basis menschlichen Erkennens und Denken ist. So fühlte Anaximander sich zum Apeiron als dem Vormenschlichen gedrängt oder getrieben.