Die Gesamtheit unseres Denkens ist Vorstellung. Der Versuch der Philosophie ist die Vorstellung zu überwinden und zu einer "transzendentalen" Wirklichkeit jenseits der Vorstellung zu gelangen, aber die einzige Wirklichkeit ist eben dieser verzweifelte Versuch zur einer Wirklichkeit zu gelangen die sie nicht zu finden vermag weil sie nicht wirklich ist, sondern lediglich Vorstellung. Die Philosophie hebt sich auf, in einer Weise vergleichbar mit allen geistig-seelischen Bemühungen der Menschen: die Zeit in der Geschichte zu verwirklichen das Leben in der Unsterblichkeit zu verwirklichen, das ist den Tod mit dem Leben zu überwinden, die Anomie der Gesellschaftsordnung mit der Vollkommenheit des Himmelreichs. Und so bestätigt die Tätigkeit sich selbst. Nur die Tätigkeit ist wirklich aber nur als bestätigung der Awesenheit dessen was sie sucht. Wirklichlichkeit ist Suchen nach dem Unauffindbaren. So urteilt schon Lessing, aber seine Einsichten heben sich auf, - eben darum weil es keine Wirklichkeit gibt. Entidealisierung: Das einzig Wirkliche ist die Abwesenheit des Wirklichen. Die einzige Wahrheit ist die Unmöglichkeit der Wahrheit. Dass es sinnlos ist die Wahrheit überhaupt such suchen; die lessingsche Wahrheit dass das Suchen nach der Wahrheit die äußerste Wahrheit sein sollte, ist sinnloser Widerspruch.