Liebe Margret, Entschuldige bitte, dass ich Deinen liebevollen schönen Weihnachtsbrief so herausfordernd umgehend beantworte. Dies tue ich vor allem wegen Deines großzügigen Angebots mir Jochen Kleppers Roman "Der Vater" zu schicken. Ich danke Dir vielmals aber es ist nicht nötig, denn infolge Deiner Anregung ist es mir gelungen sämtliche siebzehn Kapitel aus dem Internet in meinen Rechner zu übertragen und dort zu speichern. Für mich hat diese Einrichtung den wesentlichen Vorteil, die Worte und Buchstaben in beliebiger Größe vor Augen erscheinen lassen zu können, und mir somit das Lesen wesentlich zu erleichtern. Wieviel Zeit ich dem Lesen dieses zweifellos bedeutenden Werks gönnen sollte, ist mir noch unbestimmt; denn Du weißt ja wie besessen ich auf die schriftliche Entwicklung meiner eigenen Gedanken und Vorstellungen bin, wovon ich mich ungern ablenken lassen. Vielleicht ist's ein Fehler, eine Schwäche von mir. Was die Korrespondenz zwischen uns, zwischen Dir und mir, anbelangt, sollst Du Dich niemals gebeten oder gedrängt fühlen meine Briefe zu beantworten. Ins Besondere, dieser Brief bedarf keine Antwort. Ich verstehe allzu gut, dass andere Interessen, andere Pflichten den Vorrang haben. Meinerseits verspreche ich Dir, auf Deine Briefe so gut ich vermag zurückzuschreiben; und verspreche mir, Dich nicht weiter mit meinen Schreibversuchen (die Dir im Internet zugänglich sind) zu behelligen. Und nun noch ein weiteres Mal, Dank für Marzipan und Pralinen, und fröhliche Weihnachten und ein glückliches, gesundes Neues Jahr Euch allen! Jochen